Rennberichte

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Prospect Karl auf Enduranceerfahrung

Allersheimer MTB Marathon am 3.Juli 2016

 

Auch dieses Jahr waren wir bei unserem Heimrennen wieder stark vertreten, lediglich Olli D., Max (unser frisch gekrönter deutscher Meister) und Volker, der sich eine französische Kohlenhydrat und Rotwein Kur gönnte, fehlten.

 

Siggi entschied sich für die 50er Runde, um in der Challenge weiter zu punkten, Olli Enn (verstärkt durch Prospect Karl), Jörg, Olaf und ich wollten es uns auf der kurzen geben. Der deutsche Sommer hatte wieder alles gegeben und so erfreuten wir uns einer amtlichen Matschorgie in den Trails, die bergab dadurch sehr anspruchsvoll wurden und bergauf ordentlich Körner kosteten.

Wie immer gings vom Start im 180er Puls Tempo die Eichenallee hinauf, wobei sich Jörg, Olaf und ich im vorderen Feld etablieren konnten. Insbesondere in den Trails konnte ich dann Fahrtechnik und überschaubares Systemgewicht erfolgreich in Meter ummünzen und den ein oder anderen Fahrer noch kassieren. Besonders wichtig  war dabei, einen gewissen Volker B. hinter mir zu lassen, um mir Volker´s Häme zu ersparen, was problemlos gelang.

So ging es zügig voran und da im letzten Viertel weder vor noch hinter mir jemand zu sehen, nahm ich das Tempo etwas raus und kam zufrieden ins Ziel. Da ich später dann aber sah, daß ich nur knapp eine Minute am 3. Platz vorbeigeschrammt war, fand ich es dann noch dämlich. Was habe ich gelernt? Immer Vollgas bis zum Schluß und keine Blümchen unterwegs zählen ;-)

Jörg und Olaf waren natürlich schon im Ziel und hatten sich Platz 1 und 2 in der AK gesichert. Die Teamwertung ging dann natürlich auch an uns. Glückwunsch auch an Olli Enn, der sich den 3. Platz bei den Masters 3 holte, sicher nicht nur durch die „Gunst der frühen Geburt gepaart mit einem schwachen Fahrerfeld“. Karl hatte am Ende des ersten kangen Downhills einen heftigen Sturz, zog das Ding aber durch bis zum Schluß, trotz Behandlung durch die Sanitäter! Respekt und weiter so!

 

Siggi konnte mit seiner Platzierung und Zeit ebenfalls zufrieden sein und liegt in der Challenge in aussichtsreicher Position 2.

 

Dirk

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Hobby DM Saalhausen am 09.07.2016


An diesem Wochenende ging es bereits Freitag los mit dem Wohnmobil in Richtung Saalhausen, denn es stand wieder mal ein Doppelrennwochenende an. Das Bornekamp Racingteam war an diesem Wochenende im Trio unterwegs, besetzt von Philip, Jörg und mir (Max). Im Gegensatz zu den Profis, die auf der Langdistanz über 108km um den Deutschen Meister Titel im Marathon fuhren, reichte uns die Kurzstrecke (39km).

Zum Start der Kurzstrecke hatten sich die Veranstalter in diesem Jahr kurzfristig nochmal etwas ganz besonderes einfallen lassen: „fliegender Start“ ! Sehr außergewöhnlich und gewöhnungsbedürftig, da man beim lockeren Rollen zur Startlinie noch ganz entspannt auf dem Garmin rumgespielt hat. Daher erfolgte der Start mehr oder weniger überraschend, sodass das BRT-Trio am Start einige Konkurrenten vor sich hatte. Dennoch konnte ich mich schnell auf einem langen Straßenstück durch das Feld arbeiten, sodass ich im späteren Anstieg bereits in der Spitzengruppe war. Dort durchmischte sich das Feld allerdings auch mit den Fahrern der Mitteldistanz. So waren die Ersten der Kurzdistanz nur schwer zu identifizieren. Ab dann hängte ich mich an das Hinterrad eines jungen Mitstreiters, der sicher die Kurzstrecke fuhr. Nach der Streckenteilung waren wir dann alleine unterwegs und sahen nur einen anderen Fahrer weit vor uns auf der Kurzstrecke. Nachdem wir nach ca. 2/3 des Rennens einen komfortablen Vorsprung hatten, nahm ich hinsichtlich des zweiten Rennens an diesem Wochenende das Tempo etwas raus. Daher konnte Jörg mit seiner Gruppe kurz vor Ende des Rennens wieder auf mich aufschließen. Dennoch konnte ich vorn bleiben. Dies reichte am Ende sogar für einen 3. Gesamtplatz auf der Kurzdistanz und einem 1. Platz in der Altersklasse. Und das bedeutet ? Ab heute war ich nicht nur Deutscher Hobbymeister im XCO, sondern auch noch im Marathon.

Jörg lieferte sich noch einen äußerst unnötigen Zielsprint, den er gegen einen Konkurrenten der Sen. 1 Klasse um Centimeter verlor. Beide gingen davon aus, dass sie in der selben Altersklasse fahren, daher sollte ein Sprint den Deutschen Hobbymeister kühren. Am Ende stellte sich dann raus, dass beide in unterschiedlichen Altersklassen fuhren und daher beide den Deutschen Hobbymeister Titel abräumten. Jörg hatte sogar über fünf Minuten Vorsprung auf Platz 2 in seiner Altersklasse.

Philip fuhr ebenfalls ein starkes Rennen und konnte letztendlich auf Platz 11 der Gesamtwertung vorfahren.


Ergebnisse:

Jörg: 1. Platz AK. 6. Ges.

Max: 1. Platz AK. 3. Ges.

Philip: 6. Platz AK. 11. Ges.


Fazit:

Schöne Strecke für eine Marathonstrecke. Lange und zum Teil steile Anstiege gepaart mit einigen Schotterabfahrten, die ohne Streckenkenntnis nur mit viel Risiko schnell gefahren werden konnten.


Max

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Neheim Live Marathon am 26.06.2016


Nach dem Schlammabenteuer der letzten Woche hätte ich heute nichts gegen einen rennfreien Sonntag gehabt. Aber der Überredungskunst von Jens hielt ich natürlich nicht lange stand und so ging es dann doch gemeinsam ins nahegelegene Neheim.

Jens hatte sich für die Kurzstrecke mit 30 km und etwa 600 hm angemeldet; ich hatte mir die Mittelstrecke mit 60 km und 1200 hm vorgenommen. Nach leichter zeitlicher Verzögerung ging es bei guten Bedingungen (etwa 16 Grad und trocken) los. Schnell verließen wir die Innenstadt und es ging meist über Schotter in die umliegenden Wälder. So konnten wir zumindest eine ähnliche Schlammschlacht wie in der letzten Woche zunächst halbwegs vermeiden, ab natürlich nicht ganz, nach einem gestrigen Tag mit Dauerregen. Ich kam heute eigentlich recht gut in Tritt und war auf den ersten Kilometern recht zügig unterwegs, bis sich der Hinterreifen auf einmal sehr schwammig anfühlte. Nee Ne… leider doch: eine Reifenpanne. Also beim nächsten Streckenposten angehalten und zunächst erstmalig Maxalami getestet. Leider ohne Erfolg, also musste ich doch einen Schlauch einziehen. Inzwischen fand sich ein weiterer Fahrer mit Panne ein, dem ich dann mangels Alternativen mein Maxalami anbot. Und bei ihm funktionierte es sogar. Also setzten wir nach einer halben Ewigkeit unsere Fahrt fort und ich überlegte zunächst, ob ich nach der ersten Runde mit Jens ins Ziel fahre. Aber nach einigen Kilometern war der erste Frust vorbei und ich hatte wieder Spaß am jetzt ergebnisunabhängigen und daher recht stresslosen Radeln. Alles lief rund und nach einigen schönen Trails durch die Arnsberger Wälder bog ich auch schon auf die zweite Runde ein. Nach einigen Kilometern zischt es plötzlich laut am Hinterreifen. Nicht schon wieder-aber das machte nix! Der nächste Streckenposten sagte mir, dass der Start/Zielbereich etwa 10 km entfernt ist, daher war Schieben keine Option. Also Flickzeug rausgeholt und los. Irgendwann war das Rad dann wieder fahrbereit und es ging weiter. Bei der Weiterfahrt hatte ich dann doch wieder Spaß auf der schönen Strecke und genügend Zeit, mich mit netten Streckenposten und den Betreuern an den Verpflegungen zu unterhalten. Nach 3:45 h erreichte ich dann (erstaunlicherweise ohne weitere Panne) doch mal das Ziel und traf auf Jens, der inzwischen geduscht und das aktuelle EM-Spiel am Radio in seinem Auto verfolgte. Jens konnte das Rennen ohne Panne nach 1:43 h beenden und damit seine gesteckten Ziele erreichen, obwohl er heute seine neue Rennmaschine verschonte und lieber mit dem alten 26er fuhr.


Ergebnisse:

Jens: 64. ges und 18. Ak

Oliver 73. ges. und 22. Ak


Fazit: war für mich eine schöne Tour mit Jens, aber renntechnisch ging da nix!


Oliver

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3.Lauf XCO-NRW-Cup in Haltern am See am 26.06.2016


Mit 500 Punkten nach zwei Rennen auf dem Konto ging es heute in der Früh zum nächsten NRW-Cup Rennen nach Haltern am See. Wie gewöhnlich wieder zusammen mit Jörg. Heute waren unsere Zielsetzungen für das Rennen wieder einmal identisch: Sieg! Für Jörg war ein Sieg hinsichtlich der Gesamtwertung etwas wichtiger, als für mich. Am Tag zuvor gab es im schönen Haltern eine ungewollte und mehr als ausreichende Streckenbewässerung. Jedoch scheuen wir uns nicht vor Schlammrennen, denn diese Konditionen liegen uns wohl im Vergleich zur Masse deutlich am besten (man erinnere sich an Solingen 2015). Dadurch verstärkten sich unsere Siegeshoffnungen natürlich nocheinmal um ein kleines Stück. Nicht zuletzt hatte Jörg im Training zuvor hart für eine vielversprechende Form gearbeitet. Ob dies dementsprechend entlohnt wurde, sollte sich im Rennen selbst zeigen. Dennoch erhöht sich das Risiko auf technische Defekte bei derartigen Bedingungen immens. Doch daran sollte man lieber nicht denken.

Es ging also heute bereits wieder gewohnt früh auf die Autobahn ins 185km entfernte Haltern am See. Leider war das Glück bereits auf der Autofahrt nicht auf unserer Seite. Keine 10 Minuten auf der Autobahn mussten wir halten, da das Auto heiß wurde. Nach einigen Zwischenstopps und einer geschätzten Durchschnitts-km/h von 90 auf der Autobahn (!!!) trafen wir etwa eine halbe Stunde vor Beginn der Startaufstellung ein. So schnell und stressig umgezogen wie nie, meldeten wir uns an und fuhren direkt auf die Strecke. Zu allem Unglück kannten wir den Streckenverlauf nicht mal in Ansätzen. Schlagwörter wie „Dachsberg“ oder „zwei Einführungsrunden“ konnten wir flüchtig aus dem Internet entnehmen. Nach Besichtigung einer Einführungsrunde und absolut unterkühlt ging es sofort in die Startaufstellung. Gewohnt im NRW-Cup in der ersten Reihe bereiteten wir uns auf den Startschuss vor. Da ich zuvor aus Zeitgründen nicht auf der Rollen fahren konnte, kamen einige Zweifel auf, ob die Führungsgruppe gehalten werden kann. Aber dieser Gedanke verflogt ca. nach den ersten 20 Metern! Warum? Ich habe einen Rekord aufgestellt. Nur leider einen Negativrekord. Als ich nach einem gewohnt guten Start an die Spitze sprintete fuhr ich über die Zeitmatte und sofort wollte meine Flasche den sandigen Boden mal etwas genauer inspizieren. Zum Glück gab es ja zwei kurze Einführungsrunden, sodass ich die Flasche direkt wieder aufheben konnte. Ich verlor natürlich Zeit auf die Führungsgruppe, die ich nicht wieder aufholen hätte können, auch wenn nicht noch etwas dazwischen gekommen wäre. Natürlich noch nicht genug im Unglück sprang mir bei der vorzeitigen Aufholjagt die Kette ungünstig ab und ich musste vom Rad. Dabei hatte ich eine Kollision mit einem anderen Fahrer, sodass meine Flasche erneut den Abflug machte !! Dies merkte ich jedoch erst später im weiteren Streckenverlauf. Als ich es bemerkte, kamen mir genau zwei Möglichkeiten in den Sinn, wobei ich Möglichkeit 1. bevorzugte. Möglichkeit 1: bei der nächsten Durchfahrt der Stelle des Flaschenverlustes kurz vom Rad und sie wieder aufheben, 10-20sec Zeitverlust, fertig! Aber, weiter vom Unglück verfolgt, konnte ich nach noch so guter Ausschau die Flasche an der Verluststelle nicht finden, sodass ich Möglichkeit 2. ziehen musste. Möglichkeit 2: die entstandene Lücke zu Jörg zufahren und von ihm ein bisschen Getränk abstauben. Diese nicht ganz ohne Risiko, da ich ohne Trinken bereits in der ersten Stunde hätte einbrechen können. Doch es hat geklappt, wenn auch die letzten Meter mit verbaler Unterstützung. Beim Zufahren der Lücke konnte ich mich ebenfalls an die Spitze meiner Altersklasse setzen. Die letzen drei Runden sind Jörg und ich dann zusammen gefahren und haben uns mit dem Trinken abgewechselt. Natürlich immer noch nicht genug, hat Jörg auch noch seine zweite Flasche verloren und ebenfalls nicht wiedergefunden. Für Jörg lief das Rennen bis dahin jedoch sehr gut und er lag auf Platz 1. Er konnte aus den schlammigen Bedingungen Nutzen ziehen und sehr stark bergab und bergauf fahren. Nach sieben Runden im Ziel angekommen hatten wir es geschafft: Doppelsieg! Für Jörg hat das tolle Resultat sogar für die Übernahme der Gesamtführung im NRW-Cup gereicht. Deshalb hat er sich auch das Leadertrikot verdient!

Auf der Rückfahrt hatten wir zum Glück keine weiteren Probleme mit dem fahrbaren Untersatz auf vier Rädern.


Ergebnisse:

Jörg: 1. Platz Sen. 2

Max: 1. Platz U19m


Fazit:

Nasse und schlammige Bedingungen bieten für Jörg echte Erfolgsgarantie. Ein super Rennen auf einer unbekannten Strecke und völlig unaufgewärmt. Mal ganz was Neues! 


Max 

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Erndtebrücker Mtb-Marathon am 19.06.2016


Heute fiel endlich der Startschuss der Marathon Trophy NRW 2016! Der erste Lauf fand in Erndtebrück statt und so machte ich mich morgens auf in den Kreis Siegen Wittgenstein. Unser Team vertrat ich heute alleine, aber es waren hier ja viele bekannte Gesichter, auf die ich traf.

12 Grad und dunkle Wolken verhießen nicht unbedingt Gutes - dazu der Dauerregen der letzten Tage, aber von oben war es wenigstens trocken. Also ab in den Startblock und mit Überschuhen und Weste wenigstens etwas gegen Nässe geschützt, ging es los.

Der Start verlief ohne Zwischenfälle und es ging schnell hinauf in die Wittgensteiner Wälder. Bald hatten auch die Schotterwege ein Ende und es begann das, was zu befürchten war: Schlamm ohne Ende! Den ersten Wasserlöchern versuchte ich noch auszuweichen, aber das war natürlich ein aussichtsloser Plan. Also ab durch die Mitte!

Meine überschaubare Form erlaubte mir weiterhin keine persönlichen Bestzeiten, daher musste ich einige Leute ziehen lassen, mit denen ich sonst zusammen fahre. Aber so fiel der Druck weg, stets am Limit zu fahren und ich fand nach einiger Zeit meinen Rhythmus. Sogar an den Verpflegungen hielt ich mal an, was ich sonst aus Zeitgründen unterlassen habe. Wenigstens das Material funktionierte trotz widriger Bedingungen bestens, daher kam ich zwar gemächlich aber immerhin ohne Unterbrechung vorwärts! Je länger das Rennen, umso mehr freundete ich mich mit den Bedingungen an, vielleicht sollte ich doch mal auf die Langstrecke wechseln. Das Fahren wurde mehr und mehr zum Durchkämpfen. Die Devise lautete bloß, nicht vom Pedal zu gehen, denn das könnte beim Aufsetzen des Fußes sonst sehr tief werden.

Nach 2:52 h war ich dann aber doch froh, dass ich nicht noch in die 3. Runde musste und rollte als schlammiges Etwas ins Ziel.

Anschließend fand ich in der längeren Schlange zum Bike-Wash dann genug Gleichgesinnte zum ausgiebigen Austausch!


Fazit: Schlamm-Festival vom feinsten! Irgendwie auch spaßig – aber jetzt reicht es erstmal!


Ergebnis:

7. (AK), 32. (gesamt)


Oliver

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15. MTB Marathon Biesenrode am 19.06.2016


Wenn der Wecker morgens um 4:30 klingelt, muss das ja eigentlich ein schlechter Scherz sein. Aber heute stand der Marathon in Biesenrode auf dem Plan. Ich (=Philip) hab mir die Mitteldistanz über 2x30=60 Km vorgenommen, und so ging es für mich und Tom, welcher 3x30=90 fahren wollte, früh los in Richtung Harz.


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Statt geplant 8:00 kamen wir erst um 8:30 an. „Am Sportplatz in Biesenrode“ war dann irgendeine komische Sackgasse, 14 Kilometer entfernt vom eigentlichen Ort. Fix nachgemeldet (beide „nur“ für die 60), Flasche an die Rundendurchfahrt stellen und etwas um den Sportplatz warmfahren.  Um 9 startete die Langstrecke, wir um 9:20 und um 9:45 die kurze Runde. Im Startblock hörte man schon was von „…so rutschig“, „…wird richtig dreckig“  - abwarten.

Bis zu einer Minute vor uns durften die Leute mit einer Zeitgutschrift vom Bergzeitfahren am Samstag starten. Direkt nach dem Start aus der ersten Reihe konnte ich am Berg zunächst bis auf 3-4 Leute alle anderen direkt einholten und den Rest des Feldes hinter mir lassen. Als es dann etwas enger wurde, verlor ich den Anschluss an Tom durch langsame Fahrer und fuhr nun alleine weiter. Die Anstiege führten die ersten 20 Minuten bis auf eine kurze Abfahrt über recht steile Asphalt-, Wiesen- und Matschanstiege durch den Harz. Es waren besonders viele Zuschauer da, die auch die Leistung entsprechend hoch trieben. Es kam ein weiterer Fahrer von hinten, der mich dann noch motivierte nochmal einen Gang hochzuschalten. Nach 19:40 dann gesehen, dass ich bisher 27 Watt mehr als beim 20-minütigen Leistungstest am Mittwoch getreten habe. Fünf Sekunden rollte ich dann noch bergab, gibt trotzdem einen schönen neuen FTP Wert :>

Die nächste Abfahrt wurde mir dann zum Verhängnis. Nach einem schnellen Stück kam urplötzlich eine so rutschige Stelle, dass ich und mein Verfolger einfach abflogen. Ich musste meinen Garmin wieder aufsammeln, und die Halterung (nur die Kabelbinder) waren verloren – tolles erstes Rennen mit Powermeter :D Mein Verfolger kam schneller als ich wieder aufs Rad, und diesen sollte ich auch nicht mehr sehen, der zweite jedoch mein ständiger Begleiter werden. Bis zum längsten Anstieg ungefähr in der Mitte der Runde führte der Kurs durch matschige Singletrails und Anstiege sowie ein paar kurze Flachpassagen durch den Harz. Als ich nun endlich aufschließen wollte, fuhr mein Vordermann den steilen Anstieg mit einem solchen Tempo hoch, dass ich voll reintreten musste, obwohl ich im Flachen immer näher kam. Irgendwann hab ich dann gemerkt, dass es ein Singlespeed-Fahrer ist – Respekt! Am langen Anstieg konnte ich mich zunächst etwas absetzen, aber bis zur Rundendurchfahrt war es noch lang und in den zahlreichen steilen (laut Schildern stets 20-30%) Matschabfahrten mit vielen Streckenposten konnte der Singlespeed-Fahrer immer aufschließen. Ein Rollenworkoutanstieg, bei welchem man eigentlich nur auf der Stelle trat, lag mir aber ganz gut und hier kam ich dann wieder weg. Zum Ziel kam jetzt noch ein sehr schöner schneller Trail, und nach einem weiteren Anstieg die beschissenste Abfahrt aller Zeiten! Es war so verdammt huckelig, man kam keinen Meter vorran, alles wackelte wie blöd und ich sah mich schon mit höllischen Rückenschmerzen in der zweiten Runde – das blieb allerdings aus, die Kette flog aber ab. Ein Platten wurde von der Milch abgedichtet, mit sehr wenig Luft im Reifen kam ich aber auf der Strecke super klar. Ende der ersten Runde holte ich dann schon die ersten Langdistanzler ein, bevor es über eine weitere zuschauergesäumte Abfahrt zur Bachdurchfahrt ging, die vor allem den Zuschauern Freude bereitete – ich war nach der scheiss Holperabfahrt noch so sauer auf die Streckenbauer, und jetzt bekomme ich noch patschnasse Füße. Im Nachhinein war das Reinigen von Kette und Schaltwerk wohl ganz gut… 1:37 war die Zeit für die erste Runde, und die geplanten 2:30-3:00 Gesamtzeit konnte ich schon vergessen.

In der zweiten Runde regnete es ab und zu, und das Überholen von 90er und am Ende auch 30er Fahrern wurde ein fester Bestandteil. Nachdem die steilen Anstiege am Rundenbeginn gemeistert waren, sah ich oben am Berg Tom wieder und mich unten – ich dachte, er sei schon weiter weg, und der Kampfgeist war nach dem Sturz wieder erwacht. 2-3 Minuten dürften das sein. Auf Nachfrage bei einem Langdistanzfahrer: „ich würde da jetzt nicht hinsprinten, aber du hast ja noch ne Runde Zeit“.

Also ging es weiter, dieses Mal ein bisschen mehr Feuer in den noch matschiger gewordenen Abfahrten, bis mich dann trotzdem wieder der Singlespeedfahrer eingeholt und später auch überholt hat. Nach weiterem Kettenabflieger und Bodenprobe konnte ich dann in dem Downhill vor dem langen Anstieg Mitte der Runde zum Singlespeedfahrer aufschließen und direkt an Tom vorbeiziehen, welcher am Anfang wohl in der Spitzengruppe überzogen hat. Da schon 2:30 vergangen sind, musste ich oben am Berg auch etwas rausnehmen ob Krämpfe zu vermeiden. Nachdem ich den Fahrer dann wieder hatte (ständiges hin&her eben), fuhr ich zu dicht auf in der Abfahrt und nahm die falsche Linie. Mein Fuß hat sich etwas verhakt und dann kam Tom auch wieder an. Im folgenden Rollenworkoutanstieg konnte ich ihn wieder distanzieren, und oben musste er mit einem Platten pausieren und kurze Zeit später aussteigen. Auch ich stand ein paar Minuten, da ich die Kette und Schaltung von den Matschmassen befreien musste – sonst wäre das Schaltauge wieder abgerissen. Als es dann weiter ging, passierten mich zwei Fahrer, und das wäre das Podium gewesen. Hätte ich das zu dem Moment gewusst! Der Rest der zweiten Runde zog sich dann einfach ewig, alles über 3 Stunden ist echt Quälerei, und kurzes Absteigen an zu matschigen Passagen führte zu Krampfgehopse . Die dämliche Huckelabfahrt kam ich dann extrem langsam runter, zwei Matschrampen irgendwie hoch und dann wars endlich soweit, nochmal die letzten steilem Downhilss sowie Bachdurchfahrt, und dann: Zieleinfahrt nach 3:30! 8. Über alle Klassen und 4. Elite Herren+Masters (1977-1997).

Mitteldistanz kommt nur noch an schöneren Tagen in Frage (erstmal), Harzrennen sind jedoch teilweise schon anspruchsvoll und gehen schon gut ab. Als Nächstes wird der Marathon in Neuhaus gefahren, aber eher Richtung zwei Stunden als dreieinhalb.

Philip


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Wesergold-Stüken MTB-Cup Rinteln 2016 am 12.06.2016


Am Sonntag ging es nun schon das vierte Mal, wenn auch erst das dritte Mal als wirklich aktiver Fahrer, zum Heimrennen in Rinteln.
Am Abend zuvor wurde die Strecke schon abgefahren die, wie bereits angekündigt, weniger Asphaltanteil beinhalten würde als die Jahre zuvor – schade eigentlich, hatte ich doch schon mehrere Intensitäten auch im Flachen trainiert. Die Rampe im Startbereich war dieses Jahr etwas flacher und kein Problem. Eine scharfe Kurve am Start wurde durch einen kurzen Wiesenabschnitt ersetzt und auch der Start in den Park, in dem das eigentliche Hauptrennen stadtfindet, geschah an anderer Stelle als gewohnt. So war der Beginn der Runde im letzten Jahr das Ende in diesem Jahr, sonst blieb es im Park weitestgehend gleich. Die sehr eng abgesteckten Kurven vom letzten Jahr waren gerade am Anfang nun extrem schnell und machten richtig Spaß!
Bei gutem Wetter reiste ich mit dem Rad, der Rest der Familie mit dem Auto an. Die Strecke war wie das Wetter gegen Mittag trocken, und dann startete auch schon Bennet.  Zwei Runden für ihn, sechs und später nochmal vier für mich.
Nach der U15 erfolgte der Start der U13. Aus der ersten Reihe konnte er einen guten Start hinlegen und als zweiter über die Rampe springen. Als ich ihn das nächste Mal im Park sah, hing er auf Platz 6 oder 7 hinter einem, nett gesagt, nicht so schmalen Mädchen. Es dauerte tatsächlich die erste Runde, bis er da mal vorbei kam. Das fehlende Training machte sich bemerkbar und er konnte zwar nicht weiter nach vorne fahren, hatte aber auf der Runde Spaß und das ist in dem Alter ja alles, was zählt :)
Danach waren auch schon die Herren dran. „Hobby-Elite“ :D. Die Strecke lag mir und Podium nach zwei vierten Plätzen in Folgen wäre ja was.
3…2…1… alle fliegen los und ich sitze auf einmal auf dem Rad mit beiden Füßen ausgeklickt; wie konnte das passieren und was soll das?! Sofort wieder rein, Attacke, etwas riskant überholen und schon auf dem 5. Im Park erst ewig hinterherfahren, dann kam endlich die Möglichkeit und direkt wieder auf dem 3. So sauer, wie ich noch war, hab ich mich in der nächstbesten Schotterkurve dann natürlich auch direkt geschmissen, paar Schürfwunden und das größte Problem – wieder 5.!! Am Ende der ersten Runde konnte ich dann durch ausstechen in der Kurve und schlicht weg mehr Kraft am kurzen Anstieg wieder auf den dritten Platz fahren. Über ganz enge, langsame Schotterkurven ging es nun zu den zwei Rampen auf dem Realschulhof und von da in den Asphaltteil. Letzter Gang und Feuer frei!! Der Blick nach hinten verriet, da kommen die nicht mehr dran. Und so konnte ich Runde um Runde meinen Vorsprung ausbauen, bis ich eigentlich keinen mehr vor oder hinter mir sehen konnte. Anscheinend hatte ich noch irgendwo einen Platten, da etwas Milch am Rahmen war. Ich kam jedenfalls unbeschadet als Dritter und damit endlich auf dem Podium beim Heimrennen ins Ziel! Obwohl ein längerer Anstieg wünschenswert wäre, kam ich mit den Kurven und Antritten dieses Jahr schon viel besser zurecht. Zum Glück konnte ich im Teamrennen mit Tom und Olaf, welcher es nicht rechtzeitig zu seinem Einzelrennen geschafft hat, nochmal antreten.

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Erstellt von Bornekamp Racingteam