Rennberichte

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Warm-Up Hellental am 10.04.2016


Ich geb's zu, in diesem Jahr haben mich diverse Zweifel befallen, ob Hellental überhaupt seinen Weg in meine Rennplanung finden soll. Die alljährliche Unsicherheit ob der Frühform hat ihr Übriges getan. Glücklicherweise habe ich dann ein Loch in der Motivationslosigkeit genutzt, um Henri und mich für den Warm-Up anzumelden, denn nun muss ich gestehen: Es war echt schön heute im Hellental.


Auch wenn nicht vollständig vertreten, war doch eine ordentliche Delegation des BRT aufgeboten. Insbesondere war der schnelle Kern angetreten, um der restlichen sonntagsschlafverachtenden MTB-Gemeinde explizit zu erläutern was genau jetzt "racing only" bedeutet.


Zunächst ging es also zu viert mit Henri, Mattis und Siggi im damit vollbesetzten BRT-Mobil ins Sackgassendorf Hellental. Dort dann mit Jörg, Maxe, Dirk, Philip und Ben zur Nummernausgabe und das übliche Aufgerödel, welches sich nach der langen Winterpause noch nicht so richtig rund abwickeln ließ.


Nach dem notwendigen Warmfahren dann ab in den Startblock und beim Start der Jüngsten zugesehen. Nachdem der Muskeltonus ausreichend abgeklungen war, ging es pünktlich los, um dem drohenden Laktatmangel mit der Startrampe durchs Dorf entgegenzuwirken.


Wie immer gings die ersten Kilometer ganz gut los für mich, dann leider kam, wie in den letzten Jahren auch, der "Durchhänger" und alle - ich sag mal - startstabileren Fahrer konnten genüsslich an mir vorbei ziehen. Immerhin: Diesmal zeigten sich die Beine leidensfähiger und es dauerte gar nicht mal so lange, bis ich wieder Fahrt aufnehmen konnte. Erfreulicher Weise konnte ich im Anschluss sogar an sonst zu diesem Zeitpunkt bereits enteilte Konkurrenten wie Olaf Flechtner oder Volker Krüger aufschließen und so ging es zum Ende der Runde in schneller Gruppe zurück ins Dorf. Doch es kam noch besser: Im dann folgenden Wiesenanstieg war ich mental schon wieder drauf gefasst kassiert zu werden aber ich kam, für mich selber völlig überraschend, als Erster der Gruppe oben an, wo der Markus diese Heldentat in zahllosen Pixeln hoffentlich für die Nachwelt festgehalten hat.


Was dann kam war die zweite Runde und damit was kommen musste: Sowohl Olaf als auch Volker konnten wieder aufschließen und, schlimmer, mich wieder hinter sich lassen. Mit der Erfahrung schmerzresistenter Beine jedoch hab ich mein Glück einfach ein zweites Mal versucht und Glückes Geschick: Es ging gut.


So konnte ich im Endspurt gegen Volker einen Minimalvorsprung ins Ziel retten und hätte mich auch fast gefreut, hätte mich dort nicht der Siggi bereits umgezogen empfangen. Vom Kettenriss schon in der ersten Runde unglücklich zum Ausstieg gezwungen, stand er unglücklich mit unterbelasteter Beinmuskulatur im Zielkorridor. Gab es hier etwa einen unheilvollen Zusammenhang mit dem neuen Sponsor Kettenwixe? Ich sage: NEIN! Denn so wie mein Gerät heute gelaufen ist, ist sicher zu einem Großteil dem Wundermittel Duraglide F.R.O. ultra zu verdanken. So leicht lief die Kette einfach noch nie!!! Ergebnis: Ein 5. Platz in der AK und persönliche Bestzeit! Weitere Ergebnisse:


Maxe: 1. U19

Philip: 2. Herren

Ben: 3. U13

Jörg: 3. Sen1

Olli: 4. Sen2

Mattis: 7. U13

Henri: 8. U13

Dirk: 17. Sen1


Fazit: Manches Mal ist es ganz gut, wenn man sich selber in den Arsch tritt!


Vokkar

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Letzten Sonntag stand also das letzte CX-Rennen an.

Das Training lief für den Winter super, lange Grundlageneinheiten und auch intensivere Einheiten...

Die Rennvorbereitung lief ebenfalls gut. Am Renntag gut gefühlt soweit, auf der freien Rolle warm gefahren und somit auch warm zum Start gekommen, bis kurz vorm Startschuss warm angezogen gewesen, und auch ein Gel gelutscht.


Aber bei einer flachen Strecke mit viel Matsch ist das alles relativ. Mit einem Start von hinten (weil ich dieses Jahr noch nicht die Gesamtwertung gefahren bin..) musste ich mal wieder am Anfang voll losfahren, auf dem engen Kurs mit vielen Kurven, matschigen Abschnitten und ein paar Absteig-Stücken waren meine Schwächen am meisten gefordert und überholen konnte ich auch kaum...

Auf Platz 11 oder 12, also schon am Ziel vorbei liegend, ließ ich einen Gegner fahren, was im Nachhinein der größte Fehler war. Ich kam nicht zurück ins Rennen und dann wars ja auch schon wieder vorbei.


Für die nächste Cross-Saison nehme ich mir vor, die Gesamtwertung zu fahren, um weiter vorne zu starten, das Auf- und Absteigen deutlich zu verbessern sowie mir zu merken, dass 30 Minuten ganz schnell vorbei sind und man da auch im Flachen immer voll sprinten muss, denn sonst bekommt man seine Kraft nicht auf die kurze Zeit verteilt.


Platz 14 von 20 ist letztendlich alles andere als toll, aber Spaß hats komischerweise trotzdem gemacht...

Am 13.03 geht's zu einem Straßenrennen in Herford, und dann kommt auch endlich die Mtb-Saison ! :)

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Rennbericht CX in Espelkamp am 13.12.2015


Zum nächsten Lauf des Focus-Weser-Ems-Cups ging es nach Espelkamp. Das Wetter war ok, nass von unten aber von oben trocken und auch nicht zu kalt. Bennet war heute auch dabei, um mal mit dem MTB Cross-Luft zu schnuppern. Nach dem Abfahren der Strecke wurde schnell klar, dass es heute eine heftige Schlammschlacht wird. So kam es dann auch, dass im ersten Rennen mehrere mit Schaltwerkabrissen, verbogenen Schaltaugen und weiteren Problemen zutun hatten. 

Die Wiesenanstiege, verschlammten Abschnitte und schnellen Schotterpassagen zerrten an den Kräften, und mein Start aus der letzten Reihe sorgte dafür, dass ich erst wieder nur überholen musste und so gleich am Anfang ein paar Körner verballerte. Nachdem dann 1-2 weitere Leute mit Problemen ausstiegen, war auch ich dran, obwohl ich grad ganz gut ins Rennen kam… Schaltauge verbogen, Ultegra Schaltwerk Schrott, Schaltzug kaputt. Naja, passiert… Die Mischung aus Gras, Steinen und Matsch kostete insgesamt 19 Fahrer das Schaltwerk !! Die Auswirkungen auf die Ergebnisse waren natürlich entsprechend.

Bennet ließ sich davon nicht beeindrucken, und fuhr bei seinem ersten Cross-Rennen zunächst auf Platz 5 von 9, konnte dann in der zweiten Runde am Matschanstieg seine Qualitäten am Berg zeigen und holte sich den guten 4. Platz.

Bewegte Bilder findet man hier https://www.youtube.com/watch?v=xBhS_mj3nIU

 

Das Rennen in Herford ließ ich aufgrund des noch kaputten Rades ausfallen, da ich nicht mit dem MTB starten wollte. Dafür hält im Moment die Straße ordentlich her. Auch in Gesmold startete ich nicht, das Wetter und die Müdigkeit ließen es nicht zu. Stattdessen wurden am Nachmittag entsprechende Intervalle auf der Straße gefahren.

Auch die Anmeldefrist für die DM in Vechta habe ich verpennt, ganz großes Kino die zweite Hälfte der Cross-Saison.

Am 17.1 in Engter wird trotzdem gestartet, und hoffentlich endlich in der Top 10 gefinisht !! :)


Philip

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(c) Henri 2015

CX Panther Cross Serie Lauf #3 in Didderse am 19.12.2015


Liebe Freunde des gepflegten Geländeradsports, es ist vollbracht: Satte 12 Tage vor Ende des Jahres habe ich meine letzte Runde im Renntempo gedreht. Und dem fortgeschrittenem Datum im Kalender entsprechend (man ahnt es bereits) auf schmalen Reifen, denn so richtig das ganze Jahr über geben es sich nur die Schmalspurradler, im Sommer halt auf Asphalt und im Winter im Dreck. Da muss man schonmal das schwere Gerät im Keller lassen und umsatteln, befindet sich doch der gemeine Mountainbiker zu dieser Jahreszeit (zumindest renntechnisch) im Pausenmodus.

Kommt für mich natürlich nicht in Frage, daher ging es heute nach Didderse bei Neubrück (und für die, denen Neubrück kein Begriff ist: In der Nähe von Braunschweig). Und heute sogar tatsächlich auf schmalen Reifen, habe ich doch nach meiner Premiere am 07. November in Harxbüttel (noch auf Conti Rubber Queen), investiert in ganze 35 mm breite Cyclo X-King, um dem inakzeptablen Breitreifenbonus ein Ende zu bereiten und das CX-Feeling völlig ungefiltert unter die niedlichen Stollen zu nehmen.

Und das "unter die Stollen nehmen" hat heute sogar ganz passabel geklappt. Die Strecke in Neubrück hat sich bereits beim Warmfahren als schön flowing und vor allem: Vollständig fahrbar gezeigt. Nette Schweinerampen, sportliche Anlieger, ein echtes Flatterbandparadies im sandigen Wald vor Braunschweigs Toren und keine (doofen) Holzhindernisse, die nur im Schweinsgalopp zu nehmen sind. Sehr geil! Also: Warmfahren bis zum Schluss und wegen regelkonform abgeschraubtem Flaschenhalter noch kurz vor dem Start zum Auto und den Wanst mit Wasser geflutet. Dadurch bin ich dann leider zu spät zu Startaufstellung gekommen und musste deshalb von ganz hinten starten. Aber egal, mehr zum Überholen für mich!

Und dann ging's los, pünktlich um 11:00 Uhr hieß es VOLLGAS (!) und ab in die ersten Rampen. War hier in der ersten Runde noch latent Gedrängel und musste ich sogar einen Mountainbiker (was will der denn hier? ;-) überholen lassen, so konnte ich den schmachvoll verlustig gegangenen Platz bereits bei der ersten Start/Ziel-Durchfahrt wieder gut machen. Was dabei noch besser war: Bei der Aufholjagt konnte ich auch den inzwischen in meiner Altersklasse fahrenden Olaf Flechtner (jajaja, eigentlich fahre ich jetzt in seiner Altersklasse) überholen und: der MTB'ler pfiff beim Überholt werden schon auf dem letzten Loch. Sehr gut für die Motivation sowas, also VOLLGAAS (!!) in die zweite Runde. Das Feld sortierte sich langsam und so ging diese unspektakulär zuende. Aber bereits in der Rampe zur Dritten konnte ich weitere Konkurrenten in Schlagdistanz ausmachen. Klar was das heißt: VOLLGAAAS (!!!) weiter, an die Hinterräder ansaugen! Leider sehr kräftezehrend sowas und so ging es also dicht unterhalb der Kotzgrenze in die vierte Runde. Soweit so gut. Nicht so gut war, dass der MTB'ler langsam von hinten auch wieder näher kam. Waren das erste Anzeichen der Schwäche in den Schenkeln? Also noch mal alles rausdrücken und weiter mit (naaa???) genau: VOLLGAAAAS (!!!!)
Die fünfte Runde war's dann soweit: Weitere Konkurrenten verblasen, zwei an der Zahl konnte ich überholen, nur der Mountainbiker blieb zäh, die alte Zecke (und dabei war mir schon völlig fremd, dass das ja eigentlich auch mein bevorzugtes Trainingsgerät ist), also weiter mit: VOLLGAAAAAS (!!!!!) in die sechste Runde. Langsam zeigten sich erste Ermüdungserscheinungen und ein flüchtiger Blick auf die Uhr ließ befürchten, dass unter Umständen noch eine siebte Runde bevorsteht. Allerdings kamen von hinten hektische Rufe nach Platz auf der Strecke immer näher und kurz vor Start/Ziel kam das Führungsduo im Zweikampf mit VOLLGAAAAAAS (!!!!!!) an mir vorbei geschossen. 

Klar war das auch peinlich, hatte aber auf der anderen Seite den Vorteil, dass nach 6 Runden Schluss war für mich . Also im Ziel kurz ausrollen, durch intensives Hecheln den Körper aus der Sauerstoffschuld befördern und kurz darauf feststellen, dass auf der Ergebnissliste wieder ein gewisser Devin gleich mehrere Plätze belegt hat. Der Kurs war aber richtig geil, nur bei der Auswertung besteht noch Optimierungspotenzial.

Im Anschluss an das Rennen ging es mit der mitgereisten Familie noch auf den Weihnachtsmarkt in Hannover (nicht empfehlenswert am letzten Adventswochenende!) und danach nach Hause.

Insgesamt wäre es also ein echt gelungener Renntag geworden, wenn nicht völlig überflüssigerweise unser Wagen mit drohendem Motorschaden und weihnachtlicher Beleuchtung auf dem Armaturenbrett kurz vor Holzminden dem Exitus nahe den Dienst quittiert hätte und wir auf den Abschleppservice von Teamkollegen Siggi angewiesen gewesen wären. Aber: Gut dass man Freunde wie den Siggi hat! Vielen Dank dafür, denn so wurde es doch noch ein insgesamt positiver Tagesabschluss (wenn auch noch nicht klar ist wie teuer der Tag noch wird).

Volker
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FWEC Rheine am 22.11.2015

Nach einem Wochenende mit schlechtem Wetter und Rennpause stand für mich das nächste Rennen in Rheine an. Hier war es schon sehr kalt, und ja. Cyclocross-Bedingungen eben. Auf dem Weg zum Rennen Sonne Regen und Schnee, während unseres Rennens zum Glück trocken. Bei der Elite schneite es jedoch!

Nach der asphaltierten Startgerade mit anschließenden engen Kurven um Metallgitter zeigte sich der Kurs etwas flacher, mit zwei kurzen Tragepassagen, und einem langen, leicht matschigen Trail. Anschließend ging es wieder auf Asphalt eine Gerade hin, um das enge Metallgitter und dann mit Schwung in einen steilen Sandanstieg. Von hier aus ging es bergab und durch ein paar Kurven in die nächste Runde.

Am Start stand ich auf Platz 13. Ziel: 3 Leute überholen und Position halten. Startschuss, Sprint am Start, und auf Platz 10. Das konnte ich auch ohne Probleme bis zum zweiten Hindernis halten, im nachfolgenden Trail erwischte ich eine Wurzel falsch, es knartschte laut. Platten. Dachte ich, war aber „nur“ der Lenker, der jetzt etwas krass weit unten saß. Unterlenker war die einzige Möglichkeit. Angst vor Aufgabe, das Problem, bergab nicht zu schnell zu fahren zu können (da sich sonst noch mehr verdreht und nix mehr geht) und die auf Dauer unangenehmen Position führten dazu, dass ich mich bis auf Platz 18 zurückfallen ließ, obwohl das Rennen Anfangs gut lief. Ergebnis: 18/28 > nicht so toll. Aber nächstes Mal wird es definitiv besser!

Nach jedem Rennen werde ich hier einen weiteren kurzen Bericht einfügen.


Philip

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Erstellt von Bornekamp Racingteam