Rennberichte

1441912282

P-Weg am 06.09.2015


Gestern klingelte der Wecker um 5:30 Uhr und ich wäre am liebsten liegen geblieben. Aber dafür saß Melanie ja nicht vor einigen Wochen um 0:00 Uhr vorm Rechner und ergatterte einige der begehrten Startplätze für den P-Weg!

Also schnell fertig gemacht und bald holte mich auch Jörg W. zur gemeinsamen Fahrt nach Plettenberg ab. Wetter und Temperaturen waren recht mau, aber immerhin im knapp zweistelligen Bereich und (noch) von oben trocken. Im Startblock traf ich noch Jan, der sich wie wir auch heute die Mittelstrecke mit 74 km und 2000 hm vorgenommen hatte. Auf der Kurzstrecke starteten aus dem BRT-Team eine Stunde später Jörg R. und Jens.

Nach dem Startschuss und kurzem Einrollen hinter dem Führungsfahrzeug ging es eine, aus den letzten Jahren bekannte, Rampe rauf. Ich merkte schnell, dass heute nicht mein Tag ist: weder Beine noch Puls wollten so recht, was eigentlich angesagt wäre: volle Power. Daher war bei mir zunächst etwas die Motivation raus und ich lies es langsam angehen, um wenigstens die Strecke selbst zu genießen. So kam es, dass mich Jörg W. nach einigen Kilometern überholte. Ich ließ ihn ziehen, irgendwie fehlte mir der Ehrgeiz, was ja sonst eigentlich weniger mein Problem ist.

Etwa nach der ersten Rennstunde kamen ein paar schnelle Jungs von hinten, denen ich mich anschloss. So langsam kam ich in Fahrt und hatte auch wieder Spaß daran, Gas zu geben. Nach einiger Zeit entdeckte ich wieder Jörg von hinten und jetzt wollte ich natürlich aufschließen. Dies gelang auch in einer Abfahrt und ich begrüßte gerade meinen Trainingskollegen, als er mit einem Platten rechts ran fuhr. Dumm gelaufen, ich gab ihm noch meine Pumpe und weiter ging es. Mit wechselnden Gruppen kam ich jetzt immer besser ins Rennen und fand meinen Rhythmus. Inzwischen setzte teils recht kräftiger Regen ein, aber das störte auch nicht weiter - die Trails waren ohnehin völlig durchweicht. Ich kam aber gut zurecht und fühlte mich auch zum Rennende noch gut und konnte so die schöne Abfahrt nach Plettenberg sowie die super Stimmung der zahlreichen Zuschauer genießen. Nach 3:47 h erreichte ich das Ziel. Die Zeit war im Vergleich zu den Vorjahren nicht meine beste, aber Platz 3 in der AK waren dann doch mehr als zufriedenstellend.

Jörg kam nach vier Stunden ins Ziel, ohne Platten wäre es heute knapp zwischen uns geworden.

Auf der Kurzstrecke gab Jörg wie gewohnt ordentlich Gas und landete trotz hinterem Startplatz auf Rang 4 in der AK. Jens erwischte leider auch der Pannenteufel, sodass er einige Plätze verlor.


Ergebnisse:

Jörg W. (mittel): 8. Ak, 19. ges.

Oliver (mittel) 3. AK, 9. ges.

Jörg R. (kurz) 4. AK, 20. ges.

Jens (kurz) 105. AK, 277 ges.


Oliver

1441773337

Bank1Saar Marathon Sankt Ingbert am 05.09.2015


Vor ein paar Wochen fiel mit meinem Trainingspartner Tom, welcher auch schon als Gastfahrer in Rinteln fürs Team gefahren ist, die Entscheidung, den Marathon in Sankt Ingbert zu fahren. Da dort letztes Jahr schon die deutschen Marathon-Meisterschaften ausgetragen wurden, versprach es eine anspruchsvolle Strecke zu werden. Dazu gleich mehr.

Am Samstag reisten wir ins 509 Kilometer entfernte Sankt Ingbert, rollten uns eine Stunde ein und übernachteten dann im Hotel. Nach dem Start der Langdistanz starteten wir auf die Mitteldistanz mit 44 Kilometern, mindestens 1200 Höhenmetern und 30 Kilometern Trails. Das Profil war sägezahnmäßig, insgesamt 16 größere und kleinere Anstiege.

Nach kurzem Abfahren des Startbereichs stellten wir uns in die erste Reihe des Hobbyblocks, welcher direkt hinter dem Lizenzblock war.

Am Start ging es mit Vollgas weiter nach vorne, ausschließlich Lizenzfahrer überholen. Ca. Top 30 in dem 250-köpfigen Starterfeld, super bisher. In der ersten Abfahrt dann doppeltes Pech, ich schmeiße beide Flaschen weg (halte dämlicherweise an und verliere locker 20 Positionen) und Tom hat einen Knallplatten hinten, na super. Er konnte erst 9 Minuten später als vorletzter weiter und ich verlor am nächsten schmalen Anstieg noch zweimal meine Kette. Wieder ein Haufen Leute vorbei. Jetzt in den Singletrails hinter langsamen Leuten hängen, auf den Forstwegen sprintete ich nach vorne und machte Platz für Platz gut. Der „DB-Trail“ und andere Downhills mit über 30%, Wurzeln, Steine, Felskanten und Zuschauermassen wurden auch bewältigt, da konnte man ja gar nicht absteigen.

Das von Gruppe zu Gruppe sprinten, nach vorne fahren, erst die Gruppe ziehen und dann weiter fahren wurde auf Dauer recht anstrengend, und die Abstände zur nächsten Gruppe auch immer größer.  Durch die Flaschen, welche man an den Verpflegungsstationen gereicht bekam, überlebte ich auch ohne meine eigenen Flaschen. Nach einer weiteren Abfahrt schloß die Milch noch einen Platten. Es ging dem Ende zu, an dem letzten sehr steilen Teeranstieg zollte ich dem unrhytmischen Fahren schließlich Tribut und musste mit Krämpfen kurz anhalten, verlor ein paar Fahrer... aber das war heute eh egal. Vor dem Ziel ging es nochmal mit vielen Sprüngen auf einem Cross-Country Kurs zum Zielbereich hinunter.

Mit 2:13 kam ich 13 Minuten hinter meiner Planzeit als 67. gesamt und 22. Der Herren ins Ziel, trotzdem ganz okay, die Tretleistung passte jedenfalls! Tom wurde 97 – er hat noch über 150 Fahrer überholt, und das auf so einem Kurs.


Fazit: Super Strecke, super Organisation. Nur leider eine etwas weite Anreise und viel Pech für uns.


Philip

1441773265
1441540893

Große Weserrunde Rinteln am 05.09.2015


Letzte Woche Schierke Heavy Track, diese Woche große Weserrunde. Und auch hier gilt: Wo groß drauf steht ist auch groß drin. Kam uns das doch auch sehr entgegen, denn machen wir uns nix vor: Diese ganzen Rennteilnahmen kosten ja auch n Haufen Geld an Startgebühren und so war die große Weserrunde ein geeignetes Mittel um den Schnitt wieder auf ein erträgliches Maß zu senken. Weniger als 8,1 ct. pro Kilometer, derartige Budgetpreise gibt es sonst nur bei unseren Privatausfahrten (und die sind bis auf das Leitungswasser in den Trinkflaschen umsonst). 


Bevor es nun an den eigentlichen Bericht geht, hier die Auflösung der letztwöchigen Rechenaufgabe: Um Fünf (in Worten: 5!) Uhr ging es zusammen mit Siggi, dem zweiten Marathonmann im Team komplett übermüdet aber erwartungsfroh nach Rinteln.

Dort angekommen kamen uns bereits die ersten Startgruppen entgegen. Also schnell aufgerödelt und das "Carnet de Route" abgeholt, welches gegen Ende der Tour noch eine entscheidende Rolle spielen sollte, war hier doch neben den abzustempelnden Stationen vor allem ein Streckenplan enthalten.

Anschließend haben wir noch andere Fahrer mit Druckluft aus unserer SKS-Sponsorpumpe und mit einer SKS-Trinkflasche versorgt. 

Beides war sehr willkommen! Und dann ging es mit 15 Minuten Verspätung auf die Strecke. Schnell fanden sich einige Mitstreiter, mit denen wir die ersten Kilometer latent disorientiert unter die ungewohnt schmalen Reifen nahmen. Kurz darauf sind wir dann auf die erste größere Gruppe gestoßen, die mit deutlich mehr Ortskenntnis Richtung Bodenwerder und damit der ersten Stempelstation unterwegs waren. Bei dieser Gelegenheit hat sich dann auch die Rennstrategie von Siggi offenbart: "Ransaugen, Überholen, abplatzen lassen". Gut zu wissen für die noch folgenden Rennen in Titmaringhausen und Holzminden, also bloß zusehen, dass der Siggi nicht ans Hinterrad kommt!

In Bodenwerder am Campingplatz angekommen wurde schnell einer der Schwerpunkte dieser Veranstaltung klar und der war, neue Standards in der Verpflegung auf der Strecke zu setzen. Hier gab es (neben dem obligatorischen Stempel) entsprechend der Tageszeit ganz hervorragende Brötchen und dazu frischen Kaffee. Nach dieser Stärkung ging es dann flugs, der Tag war ja schließlich noch jung, weiter Richtung Holzminden, denn dort wartete die Familie auf unsere Durchfahrt (und natürlich ein weiterer Stempel). Neben der Verpflegung mit frischen Getränken war bei Kilometer 80 Holzminden gleichzeitig der Wendepunkt für die Kidsracestrecke.

Für uns hieß es allerdings weiter in Richtung des nächsten Stempelkissens in Beverungen zu drängen, leider haben wir dabei total verpeilt, dass die links der Weser gelegenen Stationen für uns erst auf der Rückfahrt relevant sind und so haben wir alleine in Beverungen auf der Suche nach der Station über 5 km und mindestens 30 Minuten verloren. 

Aber: Is ja kein Rennen und der Kuchen zeigte einmal mehr: Dies ist eine kulinarische 
Veranstaltung! 

Auf Beverungen folgte ein kleiner Abstecher in den Solling, damit die ersten Höhenmeter gesammelt werden konnten. Dies ging nach 110 km natürlich noch ganz geschmeidig, waren wir doch gerade erst warm gefahren, eventuell hat aber auch der Rückenwind unterstützt. Von Amelith ging's dann bergab nach Gieselwerder zum nächsten Stempel, der auch erst auf der Rückfahrt erforderlich gewesen wäre. Was aber viel schwerer wog: Gieselwerder=Stempelkissen solo, heißt: Keine Verpflegung, nur Stempel, nichtmal ein Krümelchen. Wurde es jetzt ernst? Hieß das: Spaß vorbei, jetzt geht's um Kilometer, und zwar möglichst viele davon. Bis hierher kamen nämlich nur die Harten, war hier doch gleichzeitig der letzte Wendepunkt, um die 300km auf lächerliche 250km abzukürzen.

Kam für uns natürlich nicht in Frage, schließlich war gerade einer der wenigen sonnigen Momente. Nix wie weg hier also und ab nach Hann. Münden, um die angekündigte, üppige Verpflegung zu verkosten (plus Stempel selbstredend). Vielleicht war es ganz gut, dass es nun wieder Richtung Rinteln ging, sonst wären wir im Übermut bestimmt noch weiter gefahren. Auch wenn das Wetter nun endgültig Ernst gemacht hat. Was kam war tatsächlich soetwas wie Regen. Ich muss sogar sagen, für den Regen galt auf dieser Runde dasselbe wie für die Kilometer: Selten so viel fürs Geld bekommen!

Nun also zurück Richtung Rinteln, dabei konnten wir von den Fehlern der Hinfahrt profitieren und die ein oder anderen Stempelstationen auslassen. Durchfahren war angesagt, Kilometer machen, Asphalt schruppen, ... Aber eins darf man nicht auslassen: Die Verpflegung im Weserterrassencafé "Backofen" in Heinsen. Ok, der Name ließ auf höhere Temperaturen hoffen, das war also glatt gelogen, aber ansonsten, alles was das Langstreckenherz begehrt: Frischer Kaffee, Gulaschsuppe, Zuckerkuchen und natürlich: Stempel! Leider noch nicht Endstation, denn inzwischen wurde es doch etwas frisch und die nassen Klamotten haben die Weiterfahrt nicht unbedingt einfacher gemacht. Ich habe bis Brevörde gebraucht, um mit dem Zittern aufzuhören. Dort ging es dann zum Glück in die letzte Steigung ins Glessetal. Das hieß also: weniger Fahrtwind und damit Kühlung, dafür erhöhter Muskeltonus und damit Wärme! Herrlich, einfach wunderbar. Die flache Alternativroute entlang der Weser war ganz klar keine Option!

Leider mussen wir in den folgenden Anstiegen feststellen, was ab km 200 die Schaltprobleme bei Siggi verursacht hat: Eine schlecht vernietete neue Kette, die sich in Auflösung befand... und das mit noch 50 welligen  Kilometern vor der Brust. Das hat uns beide dann doch noch unruhig gemacht und wir sind die letzten Kilometer nur noch mit Halbgas gefahren, jeder für sich damit beschäftigt, wie wir einen bevorstehenden Kettenriss am besten auskontern konnten. Nach finalen Orientierungsschwierigkeiten, die wir mit dem Streckenplan im Carnet souverän überwinden konnten, zeigte sich zum Glück aber: Hält! Und so konnten wir aus eigener Kraft auf den Schulhof des Ernestinums in Rinteln rollen.

Noch bevor wir uns um den letzten Stempel und die verdiente Urkunde kümmerten, haben wir abgerödelt und (endlich) trockene Klamotten übergezogen.

Dann also Urkunde, finales Catering (Reis mit Sahnegeschnetzeltem), ab nach Hause und:

schwupps nach nur 17,5 Stunden waren wir wieder daheim.


Fazit: Wer mal richtig satt werden will, dem sei die große Weserrunde ans Herz gelegt!


Vokkar


Und hier die Rechenaufgabe für diese Woche: Startgeld waren 25€, das heißt die 
Streckenlänge wisst ihr jetzt...(wird noch zum Matheblog hier ;-)

1441215012
Philip im Startgetümmel
Siggis Griff nach dem Podium
Endlich im Ziel
1440962265
1440959916

Schierke Endurothon am 29.08.

(Oder: Einmal als Mountainbiker wie ne Fliege an der Wand hoch.)

Langsam gewöhne ich mich an das frühe Aufstehen wieder. Der Urlaub ist nun ja auch schon etwas vorbei, und so wird es Sonntags wieder jede Woche eine Stunde früher. Heute also um 6 Uhr los (was das jetzt für die nächste Woche bedeutet überlasse ich Euch zu kalkulieren).

Heute also nach Schierke: Haben die Veranstalter doch tatsächlich versucht uns mit dem Slogan "Hör ich da ein Mutti?" herauszufordern und das auch geschafft. Vom BRT aufgestellt für diese Herausforderungen waren Philip für die Kurzstrecke, Siggi für den Medium Track und ich selber für die Heavy Distanz. Die Älteren unter uns erinnern sich noch an das letzte Jahr und wissen: Wenn in Schierke Heavy drauf steht ist auch Heavy drin. Hier gibt es die kernigsten Abfahrten, die demoralisierensten Uphills und als Sahnehäubchen eine senkrechte (objektiv, hab ich selber nachgemessen) Betonwand.

Die Daten zu der Heavy Runde: 23km und 800 hm hören sich durchaus machbar an, im Detail erkennt der geneigte Teilnehmer jedoch, dass es keine Stelle zum ausruhen gibt und so kommt es in jedem Jahr zum selben Effekt: 
1. Durchfahrt Kurpark: Alls juti, was soll das Heavy? Pfff, auf geht's, jetzt ma n bisschen mit Schmackes.
2. Durchfahrt Kurpark: Hmm.. doch nich ganz ohne, lieber ma wieder etwas piano.
3. Durchfahrt Kurpark: Scheißendreck, die letzten 5 Höhenmeter zum Ziel mit Oberschenkelkrämpfen pressen ein leises "mutti" durch die Lippen. Jetzt nur nich die Kontenance verlieren und umfallen, die Tränen wieder zurückpressen in ihren Tränenkanal und gute Miene Richtung Markus Nothrof machen, der mit Teleobjektiv bewaffnet jede gezeigte Schwäche gnadenlos für die Nachwelt dokumentiert.
Eventuell war der Zweikampf mit Dirk Lange vom Eulenexpress auf den letzten 7 km doch etwas viel für meinen Elektrolythaushalt. Aber schon 10 min später zählt nur noch, dass es doch gereicht hat (und "mutti" hab ich nie gesagt!). Leider nur für den Dirk, denn vor mir waren in meiner Alterklasse noch 4 schneller als ich, so dass es nur für den 5. Platz AK gereicht hat.
Philip mit dem 2. Platz AK auf der Kurzstrecke und Siggi mit einem sensationellen 3. Platz AK auf der Medium Runde waren da deutlich erfolgreicher unterwegs, aber dafür fehlt ihnen das erhebende Gefühl den Heavy Track und damit den inneren Schweinehund überwunden zu haben (irgendwo muss ich ja eine Rechtfertigung für diese Selbstmarter herholen).

Hier geht's zu den Ergebnissen und Bildern Teil1 und Teil2.

Volker
1440941779

- 1 - - 2 - - 3 - - 4 - - 5 - - 6 - - 7 - - 8 - - 9 - - 10 - - 11 - - 12 - - 13 -

Erstellt von Bornekamp Racingteam