Rennberichte

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XCO NRW Cup Betzdorf am 29.08.


Nach dem für mich eher weniger erfolgreichen letzten Wochenende, wollte ich heute beim Betzdorfer Mountainbike-Rennen wieder bessere Leistungen zeigen und an der Spitze mitfahren.

In der Woche trainierte ich härter und öfter, als in der Woche zuvor. Als ich mich dann heute morgen aus dem Bett quälte, stellte ich äußerst heftigen Muskelkater in den Oberschenkeln fest. Ich konnte zwar nicht gerade rund laufen, die Beine taten weh, aber die Vorsätze für das Wochenende waren klar festgelegt, also keine Ausreden!

In Betzdorf angekommen, setzten wir uns auf die Räder, da mir das Laufen etwas schwer fiel, und holten unsere Nummern. Bei noch niedrigen Temperaturen fuhren wir die Strecke einmal ab, um den groben Ablauf zu kennen und wenig später ging es in die Startaufstellung. Da ich letzte Woche am Start deutlich zu langsam war (auch Startplatz bedingt) und meine Konkurrenten mir davon fuhren, nahm ich mir heute vor am Start alles zu geben, um direkt an der Spitzengruppe dran zu bleiben. Der Start verlief sehr viel besser als letzte Woche, aber dennoch waren die ersten beiden Fahrer, Lukas Kersting und Dominik Steden, aus meiner Altersklasse schon weiter vorne. Ich fand Christopher Hau, einen weiteren direkten Konkurrenten von mir, und zusammen überholten wir in der vierten Runde Lukas Kersting, der Schaltprobleme hatte. Zu dem Zeitpunkt hieß es also Platz 3. Mein Vordermann, Christopher Hau machte an den Bergen sehr viel Druck, den ich aufgrund meiner geschwächten Oberschenkel nicht mitgehen konnte. Deshalb versuchte ich an den steilen Anstiegen möglichst viel die Waden zu belasten. Die Lücken, die an der Bergen entstanden, konnte ich im Downhill durch die Bombentrichter ganz locker wieder zufahren.

Doch in der sechsten Runde gab mein Vordermann nochmal alles und konnte sogar den derzeit Führenden, Dominik Steden, am Berg überholen. Am Ende des Downhills waren wir dann alle drei zusammen. Am letzten Anstieg konterte Dominik allerdings nochmal und konnte das Rennen gewinnen und ich kam als dritter ins Ziel.

Trotzdem bin ich mit meiner Leistung sehr zufrieden, da ich es wieder aufs Podium geschafft habe und zudem auch noch zum ersten mal schneller im Rennen war als mein Vater, der in der Woche aufgrund von Krankheit kaum trainierte.

Jörg hat den Großteil des Rennens seine Altersklasse angeführt. Er konnte das Rennen sogar etwas lockerer angehen lassen, da die beiden besten Fahrer seiner Klasse sich an diesem Wochenende eine Pause gönnten. Aber dennoch reichte es ganz knapp nicht zum zweiten Sieg im XCO-NRW Cup, da er kurz vor dem Ziel noch überholt wurde, obwohl er lange Zeit niemanden hinter sich sah. So kam er mit einer Sekunde Rückstand auf Michael Bonnekessel ins Ziel.

Nach der Siegerehrung guckten wir noch das Rennen der Elite Klasse und machten uns dann am frühen Abend auf nach Dortmund, zu Olli´s 50sten Geburtstag.


Ergebnisse:

Jörg: 2. Platz Senioren 2

Max: 3. Platz Junioren U19


Fazit:

Toll angelegte Strecke mit technischen Ab- aber auch Auffahrten. Wir kommen wieder!


Max

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NRW Cup Wetter am 23.08.2015


Sonntag morgen klingelte auch unser Wecker wieder sehr früh (5:00 Uhr).

Das war mal wieder nicht so schön, aber die Vorfreude auf die vermeintlich beste Strecke des NRW Cups, half Max und mir dabei zügig aus den Betten zu steigen.

Frühstück und dann ca. 150 km Autobahn nach Wetter an der Ruhr.

Wir hatten noch genügend Zeit, um uns die für uns unbekannte Strecke genauer anzusehen und abzufahren. Wir waren beide der Meinung, dass diese Strecke technisch nicht so anspruchsvoll ist, aber die Steigungen uns einiges abverlangen werden.

Bei der Startaufstellung wurde Max leider nicht aufgerufen für einen Startplatz weit vorne, obwohl er in der Serie mittlerweile schon auf Platz 3 liegt.

So starteten wir beide aus dem Mittelfeld. Schon auf den ersten Trails verlor er ich den Kontakt zur Spitzengruppe. Ich fühlte mich an diesem Sonntag nicht wirklich gut, und war am Ende sehr froh, noch den 3. Platz erreicht zu haben.

Max kam noch schlechter ins Rennen als ich, und hatte große Mühe sich durchs Feld nach vorne zu kämpfen. Heute gelang es ihm nicht so wie gewünscht, und so belegte er den 5. Platz in der Junioren U 19 Klasse.


Ergebnisse im Überblick


Fazit:

Früh aufgestanden, bestes „Wetter“ , aber für uns definitiv nicht die beste Strecke.

Immerhin mit meinem 3.Platz das einzige Podium fürs BRT eingefahren.


Jörg ( Kuchen)

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 16. SKS Bike Marathon "Rund um Zierenberg"

Um 5:45 Uhr klingelte gestern der Wecker. Für einen Sonntag wieder mal deutlich zu früh!
Also fluchend aus dem Bett gequält, das Equipment im Teambus verstaut und mit Volker los nach Zierenberg. Hilft ja nix.
Dort angekommen trafen wir schon bei der Startnummernausgabe die üblichen Mitstreiter.
Der Meister des Understatements Siggi Adam, klagte wie eigentlich immer über gesundheitliche Probleme.
Seinen Aussagen zur Folge würde er das Rennen wohl nicht lebend überstehen. 
Diesmal war es seine Lunge die im Abschlusstraining angeblich gepfiffen und gerasselt hat. Wer's glaubt!
Beim Warmfahren trafen wir noch auf Philip den dritten BRT- Fahrer an diesem Tage, der über die Kurzstrecke am Start war.
Dann ging's pünktlich bei besten Streckenverhältnissen und herrlichem Wetter mit 230 Teilnehmern an den Start über die 53km Strecke.
Vom Marktplatz weg, geht es gleich auf eine ca. 7km lange Steigung hoch.
Ich lies es zunächst etwas locker angehen, plagten mich im Vorfeld doch etwas Knieschmerzen.
Als ich aber nach kurzer Zeit Hannah Kölling und Volker nicht unweit vor mir bemerkte war es mit den guten Vorsätzen aber auch schon vorbei. Letztes Jahr hatte ich mich an dieser Rampe heimlich an Volker vorbeigeschlichen, warum nicht auch diesmal?
Ich fühlte mich gut, und der Gedanke beflügelte mich zunehmend.
Schnell konnte ich sogar relativ leicht die Lücke schliessen und erst Hannah überholen und dann an Volker vorbeiziehen.
Das blieb diesmal natürlich nicht unbemerkt und Volker hängte sich sofort an mein Hinterrad.
In einer ersten kleinen Abfahrt zog er dann auch sogleich vorbei. Die üblichen Kräfteverhältnisse waren wieder hergestellt!
Ich konnte aber gut dranbleiben und ihn kurz danach erneut überholen.
Dann folgten einige kürzere Rampen und vorm Gipfel ein anstrengender längerer Singletrail, in dem ich mich noch vor Volker behaupten konnte.
Kurz vor der Kuppe des Bärenbergs liess ich ihn noch im Trail aber vorbei, da er doch merklich schneller war und ich ihn nicht unnötig aufhalten wollte.
Auf den folgenden kurvigen Schotterabfahrten hatte ich dann einige Probleme beim Anbremsen.
Meine Hinterradbremse hatte kaum Bremswirkung, dadurch rutschte das Vorderrad ständig und liess sich kaum einlenken.
Ich nahm etwas Risiko raus, um keinen Sturz zu riskieren und versuchte meinen Fahrstil etwas anzupassen.
Bis km 15/16 hatte ich Volker noch im Blick, näher kam ich ihm aber nicht mehr. Zur Hälfte des Rennens erwischte ich  dann eine gute Gruppe, so gings wunderbar zügig vorwärts.
In der letzten längeren Trailabfahrt bei  km 40  hörte ich plötzlich ein energisches " Links vorbei" und Hannah kam an unserer Gruppe vorbeigeschossen. Das wollte ich so kampflos natürlich nicht zulassen, und sobald ich an den anderen vorbei war machte ich mich auf die Verfolgung des Leichtgewichts.
Das war gar nicht mal so einfach, weil sie selbst gegen Ende des Rennens die Rampen immer noch mit enormen Druck im Wiegetritt hochflog.
An der letzten Steigung gelang es mir aber doch noch aufzuschliessen und sie in den folgenden Abfahrten zu überholen. So erreichte ich nach 2:32 h als 9. Sen2 / 65. gesamt das Ziel auf dem Marktplatz.
Volker war knapp 7 min vor mir als 18.Sen1/ 55. gesamt ins Ziel gekommen.
Und Siggi Adam? Hat überlebt, aber ist aus versehen statt der Kurzstrecke die Mittelstrecke gefahren, und kam so nicht in die Wertung.
Philip erreichte über die Kurzstrecke den 5. Platz bei den Herren und wurde gesamt 12.
Fazit: Schönes Rennen, und endlich mal Hannah geschlagen.

Siggi



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Abus Ruhrbikemarathon am 22.8.2015


Gestern stand endlich ein Heimspiel an, denn es ging in die Nachbarstadt Wetter zum Ruhrbikefestival.

Jens trat auf der Kurzstrecke an, Jörg W. fuhr mit mir auf der Mittelstrecke, sodass das BRT mit den Lokals gut vertreten war. Die Kurzstrecke hatte eine Streckenlänge von 32 Kilometern mit 1100 Höhenmetern, die Mittelstrecke umfasste 52 Kilometer mit 1800 Höhenmetern. Klingt überschaubar, aber Eingeweihte wissen, dass das keine Sauerlandschotterpistenkilometer sind.

Etwa 500 Starter waren bei optimalen Wetterbedingungen angereist, darunter prominente Sportler wie Udo Bölts oder Ben Zwiehoff. Ich stellte mich möglichst weit vorne in den Startblock, um die Staus in den Engstellen auf den ersten Rennkilometern zu umgehen. Der Plan ging auf und ich kam gut ins Rennen. Schnell ging der Puls in den roten Bereich, aber im Gegensatz zu den letzten Rennen fühlte ich mit heute richtig gut. Auf den ersten Trails zeigte sich, dass auch die Bodenverhältnisse bestens waren, bis auf wenige Matschlöcher war alles gut abgetrocknet.

Nach 1:41h erreichte ich wieder den Harkortberg, wo sich die Strecke zwischen Zieleinfahrt für die Kurzstrecke und Weiterfahrt für die Mitteldistanz teilte. Die Beine waren noch gut und das sollte auch so sein, denn ab da waren fast ausschließlich Singletrails zu fahren. Ständige Steigungen und teilweise anspruchsvolle Abfahren waren zu meistern. Die Streckenplaner hatten wieder alles gegeben - in NRW gibt es wohl keine vergleichbare Marathonstrecke. Spaß pur – aber auch zunehmend am Limit hieß die Devise. Auf den letzten Kilometern wurde das Wasser knapp und es waren dann fast alle Körner verbraucht, sodass ich meine Gruppe ziehen lassen musste und mit letzter Kraft nach 2:57h ins Ziel rollte.

Jörg kam trotz Reifenpanne (Jaja, der Thunder Burt....) nach sehr guten 3:07 h ins Ziel. Auch Jens ließ auf der Kurzstrecke nichts anbrennen und beendete nach 2:16 h das Rennen.


Rennfazit: Geniales Wetter!!


Ergebnisse: Jens (Kurzdistanz) 30. AK und 103. gesamt

Jörg (Mittedistanz) 12. AK und 61. gesamt

Oliver (Mitteldistanz) 8. AK und 43. gesamt


Oliver

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NRW Cup Solingen am 16.08.2015

Nach dem erfolgreichen Abschneiden am Samstag in Boffzen, wurden unsere Race Bikes abends nochmal durchgecheckt und wieder ins Auto geladen. Für Max und mich stand der 4. Lauf zum NRW Fun Cup an.

Schon seit langem wünschte ich mir, dass es mal wieder ein richtiges „Matsch Rennen“ geben könnte. Heute war es dann tatsächlich soweit.

Dauerregen!!!

Wir waren früh aufgebrochen, um uns die Strecke noch vor dem Rennstart genauer anzusehen und abzufahren.

An der Strecke angekommen, war die Lust wegen des Regens doch nicht mehr ganz so groß.

Egal, da mussten wir jetzt durch. Also eben angemeldet und rauf auf die Strecke. Schon sehr tiefer Boden, aber toll.

Diese Strecke hätte ich selbst bei trockenen Bedingungen als technisch anspruchsvoll eingeordnet.

Doppelsprung, Table und Drops, das kannte ich aus meinen bisherigen Rennen nicht.

Das sollte uns liegen, weil wir schließlich Freeride und Motocross Erfahrung haben.

Wir starteten aus dem Mittelfeld und mussten gleich einige Stürze anderer Fahrer sehen. In den steilen Bergauf Passagen war schieben angesagt. Wir mussten in jeder Runde ca. 5 mal vom Rad und schieben. Trotzdem machte uns diese Strecke sehr viel Spaß. Max und ich fuhren die ersten 3 Runden zusammen.

Ich fühlte mich trotz des Rennens am Vortag gut und erhöhte ab Runde 4 das Tempo. Auf Grund der verdreckten Startnummern konnte der Streckensprecher diese nicht erkennen und deshalb unsere Platzierungen nicht durchsagen.

Also fuhren wir ohne jegliche Taktik „alles was geht“ bis ins Ziel. Nach 7 Runden erreichte ich das Ziel und war überglücklich, als ich erfuhr das ich den Sieg bei den Senioren 2 eingefahren hatte.

Mein erster Sieg im MTB Sport. Wunderbar.

Nach dem Jubel aber ganz schnell wieder zur Strecke und gucken, was mein Sohn macht.

2 Minuten nach mir war er auf dem Weg ins Ziel direkt hinter seinem Konkurrenten Dominik Steden. Ich feuerte Max nochmal richtig an und er mobilisierte seine letzten Kräfte und schaffte tatsächlich auf den letzten Metern noch den Sieg bei den Junioren.

Fazit:

Regen Rennen sind geil und liegen uns.......

aber auf die Begleiterscheinungen (Nässe von oben, Bikes waschen, Auto bei Regen beladen usw.)

verzichte ich gern.

Dennoch: Doppelsieg für das BRT (Ergebnisse)


Jörg

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Siegerehrung U13
Sieger U19
Siegerehrung Sen1
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Siegerehrung U11

Race 2 Sky in Boffzen am 15.08.2015


Heute stand mal wieder ein Rennen aufm Zettel, bei dem der Name Programm ist:

Also ging es hinauf in den Himmel. 

Was der Name der Veranstaltung dabei dezent unterschlägt, ist die Tatsache dass dieser Weg alles andere als kostenlos ist. Und hier rede ich nicht von dem moderaten Startgeld, sondern davon, dass diese Reise mit dem eigenen Schweiß zu bezahlen ist. Der floss heute reichlich, denn das BRT ist mit 8 Fahrern so zahlreich an der Startlinie aufgelaufen, wie sonst nur in Neuhaus oder zum Warm-up in Hellental üblich.


Aber beginnen wir am Anfang, den legten heute Henri und Bennet im U11/U13 Rennen um 10:30 hin. Beide mussten die 6,1 km-Schleife einmal abfahren und konnten hier bei besten Bedingungen mit jeweils dem Dritten Platz überzeugen. Damit war die Messlatte für die übrigen Teamfahrer schonmal hoch aufgelegt. Doch Maxe ließ, von dieser Vorlage völlig unbeeindruckt, nichts anbrennen und fuhr ungefährdet auf Platz 1 im U19 Rennen um 11:15. 

In der Jugendsprache meiner Generation sagte man dazu "Schluck!" oder eben auch "Knorke" und daran erkennt man: Zum Schluss kamen die Senioren. 


Meine eigenen Ambitionen waren nach 2 Wochen Urlaub auf Malle eher etwas tiefer angesiedelt (haha, ja, noch tiefer als sonst), hat sich dort meine Kondition doch eher in der Verstoffwechselung von Sangria optimiert. Derlei Widrigkeiten zum Trotz ging es dann nach erneuter kurzer Warmfahrrunde mit Siggi in die Startaufstellung. Nach erfolgtem Start folgte dann die bereits erwähnte Begleichung des geforderten Obolus für die versprochene Himmelsreise und so schwitzte ich mich die besagte Himmelsleiter Meter für Meter nach oben. Denkt man dabei zu Beginn noch "poar, noch 4 mal", poar, noch 3 mal" ... überwiegt spätenstens in der dritten Runde bereits die Vorfreude auf die Abfahrt und die diversen kleinen Trails durch die anliegenden Waldgebiete zurück in den Start-Zielbereich am Grillplatz von Boffzen (wartet hier doch auch der handgmachte Kuchen zur Belohnung). Allerdings fand heute das Hinaufgeschwitze bereits nach der dritten Runde - zusammen mit dem diesjährigen Sommer - ein jähes Ende, als ein kurzer Schauer das komplette Feld einmal durchnässte. Also ging es wassergekühlt in die letzten Meter dieses liebevollen, familiär organisierten Kleinevents. Dabei rum kamen dann sogar noch zwei weitere Podiumsplätze für Jörg und Olli.


Hier die Ergebnisse im Überblick:

Maxe: Platz 1 U17

Jörg: Platz 2 Sen1

Olli: Platz 3 Sen1

Bennet: Platz 3 U13

Henri: Platz 3 U11

Vokkar: Platz 5 Sen1

Siggi: Platz 6 Sen2

Philip: Platz 7 Herren


Fazit: Das war ein Auftakt nach der Sommerpause ganz nach meinem Geschmack: 5 x Podium für's Team, sehr geil.


Volker

- 1 - - 2 - - 3 - - 4 - - 5 - - 6 - - 7 - - 8 - - 9 - - 10 - - 11 - - 12 - - 13 -

Erstellt von Bornekamp Racingteam