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RTF Oberharzer Adlerrunde vom RSV Adler-Goslar 1981 am 17.06.2017


Um die (für mich) lange Pause zwischen den Rennen (Dassel am 21.05. und Rad am Ring Ende Juli) etwas aufzulockern und auch mal während der Saison ein schönes Team-Event zu haben entschlossen Lukas und ich uns recht langfristig mal eine RTF unter die schmalen Reifen zu nehmen.

Ganz dem jugendlichen Leichtsinn (Lukas) und der im fortgeschrittenen Alter aufkommenden Selbstüberschätzung (ich) anheimgefallen traf unser Wahl auf die Oberharzer Adlerrunde kreuz und quer durch und über den Harz.

Kurzfristig zu uns gesellt hat sich dann noch der Olli aus Dortmund und so sind wir zu dritt und erwartungsfroh gestern Richtung höchstes Mittelgebirge in Norddeutschland aufgebrochen.

Schon während der Anfahrt waren wir ganz angetan von der Stressfreiheit der Anreise und des vor uns liegenden Tages. Eine Fehleinschätzung, wie sich noch herausstellen sollte.

In Goslar am Schulzentrum "Goldene Aue" angekommen, wurde dann jedenfalls zunächst maximal relaxed aufgerödelt und anschließend die Anmeldung vollzogen. 10€ für einen Tag im Namen des Zweirades, ohne Voranmeldung, bei im Höchstmaß kompetenter Organisation sind definitiv ein erwähnenswertes Detail, das bisher von noch keiner öffentlichen Veranstaltung unterboten wurde. Da setzen die Nordharzer jedenfalls schonmal einen erfreulichen Standard!

RTF heißt: Kein Rennen (haha) aber auf jeden Fall: Keine Zeitnahme. Also haben wir das Feld pünktlich um 8 losziehen lassen und uns in aller Ruhe die Startnummern am Leibchen angesteckt. Kurz darauf ging es dann los auf die geplante mittlere Runde mit 165km und 3.200 Höhenmetern.

Von Goslar zunächst rauf zur Okertalsperre und dann weiter durch die wunderbare Landschaft und über top Nebenstraßen Richtung Altenau zur ersten Verpflegung. Hier wurde dann schonmal klar, was uns den Rest des Tages erwarten würde: Super Strecken, ordentlich Höhenmeter (ok, keine Überraschung) und top Versorgung.

Gut gestärkt und völlig ohne Zeitdruck ging's weiter Richtung Osterrode, diesmal dann auch mal bergab. Typisch für solche Veranstaltungen auf Rennrädern und ohne Zeitnahme ist, dass sich meist recht schnell gut funktionierende Gruppen finden, die im Wind zusammenarbeiten (Erfahrungen beruhen ausschließlich aus der großen Weserrunde).

In Sieber ging's dann in die zweite Verpflegung und das Bild von der ersten schien sich zu bestätigen, alles wieder top! Hier am Südrand des Harzes war dann aber auch eines klar: Jetzt geht's erstmal wieder rauf, und zwar Richtung Sankt Andreasberg, dann über den Hauptkamm und weiter nach Clausthal-Zellerfeld. Bei der dortigen Verpfleung hab ich dann blöderweise mein Rad aufs äußerste dämlich im Wind abgestellt, so dass ich nach Aufnahme von 1A Käse- und Wurst-Kniften leider feststellen musste, dass der Rahmen unangenehme Bekanntschaft mit einem Betonquarder gemacht hat. Ich bin wohl einfach ein schlechter Radabsteller und eines Pinarello nicht würdig :((

Danach ging's dann weiter Richtung Bad Grund und Seesen und langsam zeigte sich, dass die Strecke mit ihrem auf und ab sowie der stetige Wind ihren Tribut verlangten und Olli und Lukas verbrachten eine lustige Zeit gemütlich an meinem Hinterrad. Ist natürlich gut fürs Ego sowas, leider hab ich vor lauter Freude über die guten Beine verdrängt, dass da ja noch ein Berg vor uns lag und so kam, was kommen musste: Die Beiden haben mich ordentlich abgekocht und einfach stehen gelassen. Beeindruckend und durchaus erwähnenswert ist allerdings, dass Lukas bis dahin (und auch für den Rest der Runde) jede (in Worten: Jede!) Bergwertung für sich entschieden hat. Das ist mit gerade einmal 15 Jahren und nach 150km durchaus eine super Leistung. Ich hab echt auch mal was versucht, z.B. in Sankt Andreasberg, aber er hatte immer noch einen Pfeil mehr im Köcher. Beeindruckend! Haben wir hier, nach Maxe, das nächste Talent im Team? Sieht ganz danach aus.

Schön war dann aber zum Abschluss, dass es die letzen 10 km bis Goslar ausschließlich bergab ging. Und wer in der Schule in Physik aufgepasst hat weiß: Bergab ist der Hangabtrieb der Freund der Dicken und so hat mir jedes Kilo geholfen die teaminterne Wertung für mich zu entscheiden (Soviel also zum einleitenden Satz "Ist ja kein Rennen so eine RTF").

Bleibt als Fazit zu vermerken: Es war ein wunderschöner Tag im Namen des Herrn und wir hatten jede Menge Spaß bei spitzen Bedingungen und einer super schönen Veranstaltung. Nächstes Jahr gerne wieder!

Vokkar
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Schäferwerk MTB-Marathon am 21.05.2017


Weiter ging's im Rennkalender am letzten Sonntag mit dem Lieblingsrennen im Solling: Dassel Schäferwerk Marathon.

Hervorragende Strecke in Kombination mit liebevollster Organisation machen diese Veranstaltung selbst in einem motivationsschwachen Jahr wie diesem zu einem festen Termin im Rennkalender.

Dieses Jahr kam dann erschwerend noch eine Fehlplanung hinzu, die dazu geführt hat, dass das Rennen eine Woche eher als gedacht stattfand und ich den Sonntag vorher noch mit übelst dicken Beinen gegen die Teamkollegen beim Streckencheck abgestunken bin.
Also war die Vorbereitungswoche eher von Nichtstun geprägt, was bei den klimatischen Bedingungen aber auch nicht wirklich schwer gefallen ist. Diese Bedingungen haben dann auch dazu geführt, dass sich die Strecke in gesättigten humiden Verhältnissen präsentiert hat. Nix unbedingt für Bestzeiten, aber dafür bestens geeignet, um die Spreu vom Weizen in fahrtechnischer Hinsicht zu trennen. Und auch dafür ist ja so ein Rennen immer gedacht.

Doch genug der Vorrede, kommen wir zum Rennverlauf: 
Nach dem Warmfahren mit Trailcheck habe ich die letzten Minuten vor dem Start genutzt, um auf dem Dasseler Sportplatz noch ein paar Runden zu drehen und die übliche Konkurrentenschau inkl. dem ein oder anderen Schwätzchen abzuhalten. Wie immer ist hierbei entscheidend, die letzte Runde nicht zu weit hinaus zu zögern, um nicht zu weit hinten im Startblock zu stehen. Das hat in diesem Jahr leider nicht so optimal geklappt, aber etwas Gedrängel gepaart mit Überholmanövern in der Einführungsrunde ließen mich auf einem für mich angemessenen Platz im vorderen Mittelfeld ins Rennen gehen.

Erfreulich war, dass ich nicht wie sonst üblich bereits am ersten Wiesenanstieg eingegangen bin und weiter vorne im Feld in das Auf und Ab Richtung Hellental gehen konnte. Außerdem erfreulich war, dass ich alle Konkurrenten mit Ambitionen direkt abschüttel konnte. Sowohl Dirk, der auf zwei Runden unterwegs war (siehe auch sein Bericht), als auch Siggi, der's mir ja letzten Sonntag noch amtlich besorgt hatte und Olaf Flechtner, alle warense gleich vom Beginn an wech.

Dafür habe ich mir dann mit Torben Frohns vom DDMC-Dassel einen schönen Schlagabtausch geliefert. Konnte ich in den ersten beiden Runden mit gezielt gesetzten Antritten zum Traileinstieg noch immer Meter gut machen, hat Torben (offensichtlich lernfähig ;) dann in der dritten Runde an der Teufelsrampe die entscheidende Attacke gesetzt, der ich mangels konkurrenzfähigen Gewichts nichts entgegensetzen konnte. Gut in diesem Zusammenhang ist lediglich, dass Torben mit Jahrgang 99 ebenfalls auch nicht in meiner Alterklasse fährt.

Leider tut genau das in diesem Jahr erstmals der Andi Wolff, der dann auch souverän bei den alten Säcken (SEN II) gewonnen hat (Glückwunsch dazu nochmal von hier aus). Immerhin: Er war der einzige der (echten) Senioren, den ich nicht halten konnte und so kam ein zweiter Platz dabei für mich raus. 
Bilder: Teil 1, Teil 2

Fazit: 2. AK, sehr schön und das nach dem ersten in Bad Harzburg: So kann's weitergehen...

Vokkar
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12. Schäferwerk Marathon Dassel, 21.5.2017


Am Sonntag stand mal wieder eines meiner Lieblingsrennen auf dem Plan, Dassel. Warum Lieblingsrennen? Da die Strecke viel Abwechslung bietet und der lange Schlusstrail einfach nur geil ist, etwas technisch und doch flowig und einladend zum ballern. Obwohl ich aufgrund zahlreicher beruflicher Verpflichtungen alles andere als in Topform bin, ließ ich mir das Rennen nicht durch die Lappen gehen und meldete für die CC Strecke.

Nach kurzem Warmfahren mit Olaf, Siggi und Volker ging es mit ca. 120 Fahrern bei idealen Bedingungen auf die Strecke. Das Rennen hätte sicherlich eine bessere Beteiligung verdient!

Der letzte Punch fehlte mir am Sonntag definitiv, das habe ich bereits nach 6 km gemerkt, als Siggi an mir vorbei schoß, doch die Aussicht auf geiles Trailgeballer hielt meine Motivation im Rennen halbwegs hoch.

Einige am Teufelsberg entstandene Lücken konnte ich in den Trails immer wieder zufahren - es lebe die Fahrtechnik und der (fast) jugendliche Leichtsinn ;-)

Runde 2 lief dann ähnlich, mit dem Unterschied, daß die Trails nun noch besser zu fahren waren. Am ende blieb der Spaß, ein geiler Wettbewerb und ein 8. Platz AK und 23. gesamt, was für den aktuellen Zeitaufwand, dem ich imstande bin im Sattel zu verbringen, in Ordnung geht.

Respekt an die restlichen Jungs, die mit einem guten Rennen und Podiums Erfolgen den BRT wieder im besten Licht repräsentierten. Olaf wurde 1. in der AK und 8. gesamt, Volker holte sich den 2. Platz AK über die Langdistanz! (Bericht folgt sicher separat)


Dirk

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Rocky Mountain BIKE Marathon in Willingen am 20.05.2017


Heute startete ich verspätet in die Saison 2017, nachdem ich die ersten Rennen aus verschiedenen Gründen verpasste oder verpassen wollte.

Das hat wohl auch zu einer etwas lässigeren Saisonvorbereitung geführt, aber zunächst hatte ich nur mit dem Wecker zu kämpfen. Das sollte sich aber noch als die leichteste Übung des Tages herausstellen.

Das BRT vertrat ich heute alleine; Jörg hatte noch kurzfristig abgesagt. Um 7:30 Uhr ging es bei etwa 7 Grad an den Start, aber das Wetter war ansonsten sonnig und trocken. Leider regnete es gestern fast den ganzen Tag lang heftig, was sich entsprechend auf die Strecke auswirkte.

Zügig ging es im großen Pulk zunächst hinter dem Führungsfahrzeug bergauf. In der ersten Rennstunde fühlte ich mich eigentlich ganz gut, obwohl ich schon recht schnell feststellte, dass ich heute definitiv nur die kurze Runde fahren möchte. Einen Teil der Strecke fuhr ich zusammen mit Volker K., der aber die Mittelstrecke fuhr! In der 2. Rennhälfte ließen dann aber meine Kräfte deutlich nach und ich musste Tempo raus nehmen. Vor allem am Berg meldete sich die genannte lässige Saisonvorbereitung ebenfalls: was abends süß und lecker war, machte jetzt langsam. Aber was der Körper heute nicht leistete, brachte wenigstens das Bike: endlich keine Panne und sogar sauberes Schalten bis zuletzt, trotz Schlammschlacht.

Ansonsten quälte ich mich die letzten 10 Kilometer echt über die Strecke und war froh nach fast 3 Stunden ins Ziel zu rollen. Unvorstellbar, heute noch die Mittelstrecke oder gar mehr zu bestreiten.

Im Ziel traf ich dann die ehemaligen Teammitglieder Jörg R. und Max. Beide waren wie immer sehr schnell unterwegs und ganz vorne dabei. Glückwunsch! Auch Jörg W. und unser Trainingspartner Jan kamen vorbei, sodass wir noch einen netten Nachmittag auf dem Festival verbrachten.


Fazit:

In acht Tagen ist das nächste Rennen und die Vorbereitung geht weiter, aber definitiv weniger lässig.


Ergebnis:

13. (AK), 108. (gesamt)

Oliver

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TdE Göttingen am 23.04.2017

Mit einigen Kollegen mein erster Renneinsatz 2017. 

Meine zweite TdE nach 2015 verlief weitgehend im Trockenen - für Regen war es zu kalt... Dafür hatten wir zwischenzeitlich erfrischenden Hagel mit leichtem Peeling-Faktor.    

Die 100 Km hatte ich vorher ein paar mal abgefahren, also eigentlich keine Überraschungen. Aber: So ein Rennen ist doch ein ganz anderes Erlebnis - und stellt die Disziplin auf eine harte Probe! Wie immer zu schnell angefangen, ungeduldig gewesen, Körner verballert - naja, nächstes mal mache ich alles anders!! Ehrlich.    

Im Großen Ganzen ging es aber ganz gut, nur die letzten 10 KM auf freiem Feld waren wegen des starken und böigen Gegenwinds sehr unangenehm - glücklicherweise hatte ich diesmal rechtzeitig den Anschluss an eine Gruppe gefunden und musste nicht allein kämpfen. Trotzdem enttäuschend - ohne Rennen hatte ich die Strecke schon schneller bewältigt.   

Naja, am Ende habe ich mich mit 3:27h durchgekämpft, womit ich bei den Wetterbedingungen ganz zufrieden war. Nächstes Jahr steigere ich mich, bestimmt! (Die Hoffnung stirbt zuletzt). 


Olli Enn  

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Erstellt von Bornekamp Racingteam