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Rumble in the Jungle


Der ein oder andere wird's auf Strava gesehen haben, mich hats fuer 3 Jahre an den Aequator verschlagen, um die BRT Fahne in den tropisch feuchten Wind zu halten. Das ist mir bereits ganz gut gelungen. So hat mich das Swiss Club Rider Team aufgenommen, allesamt fix und hoch motiviert, haben doch alle schon an den letzten Cape Epics in Suedafrika teilgenommen (Top 200!) - immer noch ganz oben auf meiner Bucketlist. Das Angebot fuer 2019 hatte ich bereits, kommt aber zu frueh.

Generell kann man in Singapur super biken, die Szene ist riesig, die Auswahl an Trails nicht so divers wie zu Hause, dafuer aber liebevoll angelegt und zum Teil sehr technisch. Einfach mal Bukit Timah MTB und Chestnut MTB auf youtube eingeben. Macht super Laune und ist konditionell sehr anspruchsvoll, geht es doch immer im CC Stil hoch, runter, links, rechts, Bremse auf, zu etc.. Einen Rythmus wie auf einigen laengeren Passagen gibt es hier nicht, auf dem Renner schon, aber max. 150 hm. Ist schon anders aber liegt mir durchaus. Dazu kommt die feuchte Hitze, Herausforderung fuer Koerper und Material. Die Reifen leiden deutlich schneller, man ist haeufiger an der Kotzgrenze und 2 Trinkflaschen min. sind ein Muss. Auf der ersten Tour mit den Schweizern hatte ich eine Pulle dabei, das ging dann auf den letzten 10km ziemlich in die Hose und bin voll eingegangen - Lehrgeld ;-)


KOM's kann man hier nicht so sammeln wie im Solling, hier freut man sich ueber Top 50 oder 20, aus 3-4000 Fahrern. Rennen stehen in SG, Indonesien und Malaysia auch immer wieder an,fuer mich dann in 2019. Kuerzlich hat mich der BRT Virus erfasst und es hat mich geschmissen, 4-6 Wochen Pause, mehr im naechsten Blog.


Ende Oktober hoffe ich auf matschige Sollingtrails.


Bis dahin,

Dirk

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ok, das Rad ist definitiv schärfer als das Bild
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Der Tipp des Tages: Selber ausprobieren!

Ham wir nicht alle schonmal gedacht: Jau, Lenkwinkel, der muss steil sein, soll ja agil einlenken die Fuhre.


Ich hab außerdem auch immer gedacht: Ja, der Radstand, kurz musser sein, sonst wird’s träge in der Kurve.


Ihr wisst was kommt: Kettenstreben, kurz (wie sonst) sollen sie sein, soll ja nicht fahren wie n Bus das Rad.


Was macht Nicolai da? Baut n Rad mit 64,5°, 1.280mm Radstand und 445mm Kettenstreben (ION G15 Gr. L).

Ich hab beim Lesen der Daten jedenfalls erstmal geschluckt. Sindse zwar nicht die Einzigen mit, aber fast. Mir fällt sonst nur die Machine von Pole ein. Unterschied hier: Nicolai kommt für ne Probefahrt zu Dir nach Hause, oder noch besser: zu Deinen Lieblingstrails, das gips von Pole noch nicht. Und liest man nicht auch allenthalben: „Support your LBS!“ und lokal ist Nicolai für das BRT allemal.


Jetzt aber zum Wesentlichen: Angerufen, Termin klar gemacht, getroffen, draufgesetzt und schon ging’s los auf der Marathonstrecke vom Dasselmarathon (gemächlich bergauf, flowing bergab) und hei was für eine Freude, die ganze Zeit und nicht nur in den Trails, zum Abschluss gings in den Downhillparcours von Merxhausen. Ich bin zwar nicht so der Rünterhügler, aber das war für mich schon ein Heidenspaß.
Fahrfehler? Egal!
Steinfelder? Egal!
Anlieger? Sehr gut!
Abziehkante? Lass laufen!
und so weiter….


Fazit: Zahlen sind Schall und Rauch, selber ausprobieren ist angesagt!

Und ganz nebenbei hatten die Teamkollegen mächtig Spaß mit dem Elektropanzer von Nicolai, das war dann in der Tat etwas nervig, aber nur etwas, hatte ich doch meinen ganz eigenes Aha-Erlebnis :)

Mein Dank geht heute an Vincent von Nicolai für einen schönen Tag im Namen des MTB und meine ganz persönliche Lehrstunde in Sachen Rahmengeometrie!


Vokkar

 

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Reisebericht Kapstadt - der geilste Bike Urlaub überhaupt


Ich lasse mich ja schnell begeistern, aber Südafrika ist bike technisch das geilste, was ich je gemacht habe. Inspiriert durch das Cape Epic, an dem ich schon immer teilnehmen wollte und noch will (jaja, der Zeitfaktor) und schlussendlich durch den schönen Bericht in der Bike 2/18 hatte ich mich Anfang des Jahres an die Reiseplanung gemacht. Ein Flug mit Emirates war schnell gefunden, 600 Euro inkl. 30 kg Gepäck, da ich unbedingt mein Camber mitnehmen wollte. Olaf war so nett und stellte mir seine Evoc Tasche zur Verfügung, die wirklich super praktisch, leicht und sicher ist.

Begleitung in Form unseres guten Rennrad Kumpels, Kollegen und Downhill Pushers Miguel Pereira, wieder sesshaft in Kapstadt nach 5 Jahren Höxter, war schnell gefunden. Den Guide buchte ich über irideafrica,com, sehr empfehlenswert.

Los gings, 15h Flug mit Stop in Dubai, Bike entgegengenommen und ab in Miguels Mietwagen gequetscht. Abends noch schnell 3 Bier, mehr ging nicht denn Abholung war 7 Uhr aufgrund der immer noch recht anständigen Mittagstemperaturen.

Tag 1 fuhren wir am Fuße der Tafelbergs über nette, wellige Trails, zum großen Teil stellten diese den Prolog des Cape Epics dar. Supergeil, insbesondere die Stelle, wo sich 19 Fahrer das Schlüsselbein gebrochen haben.


Tag 2 gings zum Weingut Muratie in der Nähe von Stellenbosch. Uns erwarteten perfekt geshapte Trails, super beschildert und endlos kombinierbar mit sehr flowigen aber auch technischen Passagen mit kleinen Sprüngen und Anliegern. Purer CC mit 1500 hm und 40 km inklusive giftiger Puffnatter auf dem Weg ;-) Anschließend noch lecker Lunch im Weingut. An dem Tag musste man mir das Grinsen aus dem Gesicht meißeln - es geht nicht besser


Tag 3: doch es geht besser! Halb 7 gings hoch bei - Achtung - Regen in Kapstadt. Ja, ich bin mittlerweile dafür bekannt. Ich habe Regen nach Dubai gebracht, nun auch nach Kapstadt- Mir eröffnet sich gerade ein ganz neues Geschäftsmodell. An diesem Tag ging es nach Stellenbosch, Heimat von Schurter, Sauser und Co sowie Africa HQ von Specialized. Umso schöner, daß unser Guide Jamie den Coffee Shop im Flagship Store besitzt. Hier geben sich die Profis die Klinke in die Hand, im Laden stehen die geilsten Modelle! Nach 2 Kaffee lugte die Sonne wieder raus und es ging in das Trailnetzwerk von Stellenbosch, allen voran die berühmte G-Spot Line (siehe Bike 2/18) sowie die diesjährige Weltcup Strecke. Selten soviel Spaß gehabt und ich muß den Pro´s höchsten Respekt zollen, die WC Strecke hat es wirklich in sich. Nicht nur konditionell aber vor allem fahrtechnisch. Ich bin sicher nicht der schlechteste im Trail und auch technisch versiert, aber an die Pick-up Sticks, den Downhill über die Bäume, habe ich mich zumindest nicht bei Nässe rangetraut. Waaahnsinn, siehe Fotos. Alle Trails rund um Stellenbosch sind übrigens angelegt und permanent gewartet, das garantiert den ultimativen Kick - man muß es erleben, meine Rhetorik reicht dafür leider nicht aus!


Tag 4 galt dem Strand und der Umgebung, dazu braucht man nicht viel zu sagen - ein Traum!


Tag 5: Miguel war bereits wieder in Johannesburg, für mich ging es mit Jamie alleine auf Tour und es hieß - Fullgazzzzz. Wieder ging es nach Stellenbosch und auf die Trails des benachbarten Jonkershoek für den ultimativen Hammertag (ja mir gehen die Superlativen leider aus). Keine Wolke am Himmel, super Natur und eine Auswahl an 30-50 Trails - für 3 Euro Eintritt. Hier trainiert die Weltelite und mit Glück trifft man auch den ein oder anderen. In den Strava Segmenten findet man das Who is Who. Die Trails sind nach Farben klassifiziert wie bei Ski Pisten und im Falle von Jonkershoek von Specialized gesponsort und gepflegt. Man kann den Uphill nach Belieben gestalten und auf den diversen Wegen in die jeweiligen Lines einsteigen. Wallrides, Sprünge, Flow, alles im Übermaß vorhanden. Gegen 18 Uhr warten wir erschöpft aber super happy im Biergarten und haben den Tag mit Paulaner gefeiert - für 2 Euro, n Witz!


Fazit: nicht viel teurer als Gardasee aber 1000% mehr Spaß und Erlebnis - unbedingt wieder!


Guides: irideafrica.com und cape-velo.com (Jamie, mit dem ich 3 der 4 Tage verbracht habe. Super Typ, bietet auch Road und Gravel an mit neuen Specialized Bikes)


Dirk

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Erstellt von Bornekamp Racingteam