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v.l.n.r. Vokkar, Olaf, Robert

1. Weserbergland Triathlon (Staffel) am 02.09.2018

Oder: Neue Grenzerfahrung


Heute war’s soweit: Der erste Triathlon für’s Team. Ich weiß, hört sich mächtig an, war aber gar nicht so schlimm. 700m Freiwasser, 20km Radstrecke und 5km laufen sind doch machbar. Ich gebe zu, zunächst habe ich diese Entfernungen gar nicht so recht ernst genommen, doch das sollte sich noch als Irrtum herausstellen.


Als Staffel angetreten bei dieser ebenso liebevoll wie professionell organisierten Veranstaltung im nachbarlichen Höxter wollten wir eigentlich einen entspannten Tag in der Sonne genießen. Leider musste Siggi, noch immer verletzungsbedingt nicht konkurrenzfähig, zurückziehen, so dass wir glücklicherweise Robert für die Schwimmstrecke gewinnen konnten. Ich war auf die Radstrecke gebucht und den Abschluss machte Olaf auf der Laufstrecke.


Bereits am frühen Vormittag angereist, konnten wir den Einzelstartern bei ihrem Kampf mit den Elementen und gegen die Zeit zuschauen. Was die Favoriten dabei für Feuerwerke abgefackelt haben war schon beeindruckend, kannte ich persönlich den Triathlon nur aus der TV-Berichterstattung. Wie auch immer, knapp 10 Minuten für 700m Freiwasser finde ich is schonmal ne Ansage. Um 12 ging’s dann für Robert ins Wasser und ich begab mich sicherheitshalber schonmal in die Wechselzone und genoss die steigende Nervosität ob des anstehenden 20km Vollgassprints.


Und ein Vollgassprint es war. Oh ja, und was für einer. Abklatschen mit Robert und ab zum geparkten Renner. Warmfahren war ja nicht und die ganze Rumsteherei hat den Kreislauf wirklich nur sehr eingeschränkt auf Touren gebracht. Dann also raus aus der Wechselzone, aufsitzen und A-B-D-I-E-P-O-S-T. Innerhalb kürzester Zeit war der Puls am Anschlag, ebenso wie der Laktatspiegel in der Beinmuskulatur und der Mageninhalt an der Oberkante der Unterlippe.


Das wirklich Schöne an der Strecke waren aber die ganzen Zuschauer. Fast überall an der Strecke standen Gruppen, die die Fahrer gefeiert haben und das ist für uns Hobbyfahrer ja auch mal ganz nett. Kannte ich so bisher nur vom P-Weg MTB-Marathon in Plettenberg. Da hat die Region und ihre Bewohner mal so richtig gezeigt, wie geil es eigentlich im Weserbergland ist. Danke dafür.


Ansonsten war die Strecke eine simples hin und zurück und wieder hin und wieder zurück und fertig. Hat dann aber auch gereicht, denn nach ca. 33 Minuten Fahrzeit drohte die Oberkante meiner Unterlippe nicht mehr ausreichend hoch zu liegen und diese Grenze wollte ich lieber nicht überschreiten. Dann also abgeklatscht mit Olaf und erstmal die Milchsäure weggeatmet, das tat vielleicht gut…


Olaf ist dann in seiner bewährten Manier durch’s Feld gepflügt (Bericht folgt sicher noch) und nach insgesamt 1h 17min 22,23sec sind wir als 7. Staffelteam unterm Zielbogen wiedervereint gewesen.


Fazit: Sowas brauchen wir mehr in der Region. Ein ganz dickes Dankeschön an den Kreissportbund Höxter e.V., das hat heut mal so richtig Spaß gemacht.


Vokkar

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Endurothon Schierke (Medium) am 25.08.2018


Eigentlich hatte ich mich ja schon ein wenig im gemütlichen Race-Rentnerleben eingerichtet, bis mich doch vor einigen Wochen in Duisburg beim 24h Rennen endlich wieder echtes Rennfieber erfasste. So angefixt habe ich die Chance ergriffen, mit Volker und Siggi im BRT-Bus nach Schierke in den Harz zu fahren. Dort kamen wir bei ungewohnten 11 Grad, aber immerhin noch trockenem Wetter, an.

Da mir die Heavy-Strecke, die Volker wählte, zu heftig erschien, entschied ich mich für den Mediumkurs auf einer entschärften Strecke über 39 km mit 1050 hm. Nach einer kurzen Einführungsstrecke ging es direkt hinein in die 1. Runde, die dreimal zu fahren war. Ich kam nach einem etwas verhaltenen Start gut zurecht, war aber doch überrascht, dass selbst auf dem so harmlos klingenden Mediumtrack auf den Abfahrten keine Erholung möglich war. Statt dessen wurde jeder Knochen durchgeschüttelt. Waldautobahnen sind bei dem Rennen ein Fremdwort! Von Runde zu Runde kam ich aber sicherer herunter, womit das Grinsen im Gesicht entsprechend immer breiter wurde. In der letzten Runde konnte ich noch einen Konkurrenten aus meiner AK überholen, was sich sich aber erst im Ziel heraus stellte. Nach knapp 1:55 h kam ich mit dem nun einsetzenden Regen in Ziel. Schön ausgepowert - so muss das!


Fazit:

Geniale Veranstaltung der etwas anderen Art! Sehr schönes Rennen, vor allem mit unserem BRT-Team! Noch einmal vielen Dank an Siggi, der heute verletzungsbedingt leider nicht mitfahren konnte. Also: Danke für Deine Unterstützung!

...und für mich gilt: Ich bin wieder an Bord, wenn auch nicht mehr jedes Wochenende!


Oliver


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Schierke Endurothon heavy short am 25.08.2018

Oder: Wie geil kann ein Rennen überhaupt sein.


Die Euphorie nach dem 24h-Rennen in Duisburg im 8er Team ausnutzend habe ich mit dem Endurothon in Schierke endlich mal wieder ein richtiges Rennen gemeldet. Die vergangenen Monate waren ja eher von Rehamaßnahmen (Hüft-OP) oder Sturzfolgen geprägt. Und das nicht nur bei mir, sondern jetzt fängt auch noch der Siggi damit an…


Dennoch, am vergangenen Wochenende ging’s in den Harz und zwar zu meinem erklärtermaßen liebsten Rennen nach Schierke. Mit dabei waren der Olli auf der Medium-Strecke und der Siggi als Supporter. Ich selber habe mich in diesem Jahr für eine Spaßrunde auf dem Heavy-Short Kurs angemeldet, denn 1. fehlt mir einfach das Training für die kompletten 3 Runden und 2. wollte ich am Abend nicht total zerstört den anstehenden gesellschaftlichen Verpflichtungen beiwohnen. Und für „total zerstört“ haben die drei Runden in Schierke bei mir bisher noch jedes Mal gereicht. Leider waren diese Verpflichtungen auch dafür verantwortlich, dass ich die in diesem Jahr angepeilte Teilnahme an der Klappnight sausen lassen musste (obwohl ich mich bereits mit bestem Material eingedeckt hatte). Da hoffe ich auf das nächste Jahr. Aber nun zum Rennen:


Nach der Hitzeperiode der letzten Wochen und Monate waren die Aussichten für den Renntag mit Regen bei 11°C eher mäßig und das hat mich schon auf der gesamten Hinfahrt nervös gemacht. Hatte ich doch nur sehr eingeschränkt Lust auf nasse Wurzeln oder Steinfelder und dem damit verbundenem Sturzrisiko. Ums vorweg zu nehmen: Für eine Runde hat das Wetter noch gereicht, so konnte ich meinen Plan für dieses Event voll umsetzen und der lautete:


Spaßmaximierung!


Zu diesem Zweck extra mit Trailbike angereist stand ich dann erwartungsfroh und sehr glücklich im Startblock und habe noch das ein oder andere Pläuschchen gehalten. Die Materialwahl war zwar nicht unbedingt optimal für die steilen Bergauf-Rampen in Schierke, dafür aber umso geeigneter für die eher kernigen Bergab-Rampen. Kurz nach halb zehn ging es dann im neuen Eisstadion von Schierke los auf den heavy-Track und ich durfte erstmal ca. 75% des Feldes ziehen lassen, da ich erstens nicht wirklich konkurrenzfähig war bei positiven Steigungsprozenten und zweitens den Puls mangels Warmfahren nicht so richtig in Schwung bekam.


Das alles war aber vollkommen egal nach dem Abbiegen ins erste Steinfeld. Jetzt gab’s nur noch ein Kommando: BREMSEN AUF (!) und versuchen niemanden über den Haufen zu fahren!! Hei was für ein Spaß (!!!)… Der etwas zu geringe Luftdruck hat mit einigen Durchschlägen am Hinterrad und der daraus folgenden, verhalteneren Fahrweise zwar den KOM in diesem Strava-Segment verhindert, nicht verhindern konnte er allerdings, dass ich bis zur nächsten Rampe mit wie in Stein gemeißeltem Grinsen gerollert bin. Für den finalen Downhill konnte ich dann glücklicherweise an der Verpflegungsstation etwas nachpumpen.


Im Folgenden war ich stehts hin und her gerissen zwischen „zum Glück nur eine Runde dieses Jahr“ (bergauf) und „Mist nur eine Runde dieses Jahr“ (bergab). So kam es, dass diese eine Runde in diesem Jahr viel zu schnell vorbei war und ich – immerhin exakt mit dem einsetzenden Regen – wieder zurück am Teambus war.


Dann noch zusammen mit Siggi auf den Olli gewartet und im Rennbüro die Ergebnisse gecheckt:

Olli 1. AK (medium Track)

Vokkar 3. AK (heavy short)


Fazit: Ja genau, mit einem Fahrereinsatz von 2 genau zweimal Treppchen, also das Maximum im Ergebnis rausgeholt. Und noch weitaus wichtiger: Auftrag Spaßmaximierung erfüllt! Sozusagen ein maximaler Renntag!


Vokkar

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24h Duisburg im Landschaftspark Nord am 04. + 05.08.2018

Oder: De Regel sind de Regel und musse befolgt sein!


Liebe Freunde des sportiv bewegten Geländefahrrades, aufgrund von diversen Malässen im Laufe des Jahres, hat sich meine aktive Beteiligung am diesjährigen Renngeschehen etwas hingezogen. Aber am vergangenen Wochenende war es dann soweit: Das bereits vor annähernd Jahresfrist gebuchte 24h Rennen in Duisburg im Landschaftspark Nord stand an.


Die Älteren unter uns erinnern sich noch: 24h Rennen, das waren bei mir (und auch beim Siggi) doch immer diese Selbstgeißelungsversuche mit vorprogrammiertem Erreichen der ganz persönlichen Kotzgrenze. Stimmt soweit, nur in diesem Jahr sah das Menü eine geänderte Speisefolge vor. Geplant als gesellige 8-Personen Runde mit permanent beheiztem Grill und diversen Hopfenkaltschalen war der ursprünglich geplante sportliche Anteil des Events zumindest für uns weiter unten angesiedelt.


Als der Termin dann jedoch näher rückte fiel mit Olli Enn der erste Vertreter dieses geselligen Ansatzes aus und wurde durch Philip Bokeloh mit einem Ersatz versehen, der durchaus in der Lage ist seinen Konkurrenten im Startblock Schmerzen zuzufügen.


Das war leider nicht der einzige Verlust im Team, denn mit Heiko fiel kurzfristig ein weiterer Fahrer aus, der leider nicht mehr ersetzt werden konnte, so dass wir letztendlich die Rennzeit mit 7 Fahrern abwickeln mussten und davon war der Olaf noch gezwungen zwischen seinen Einsätzen als Teamfahrer Fronarbeit für seinen „Arbeitgeber“ zu leisten.


Diese Schicksalsschläge als nicht ausreichend betrachtend erreichte uns dann noch kurz vor Anreise ein absolutes Grillverbot für das gesamte Rennwochenende.


Da war es dann dahin unser Wohlfühlprogramm! Beste Aussichten also auf ein dann eben ambitioniert umgesetztes Rennwochenende.


Derart maximalmotiviert sind wir dann ins Rennen gegangen und haben gleich mal Rang 5 von 66 8er Teams beansprucht. Allerdings stellte sich dann schnell heraus, dass die Hitze und der Staub nicht die einzigen Widersacher bleiben sollten. Diese gab es auch – ich nennen sie nach Rücksprache mit unserem Teamanwalt ganz oldschoolmäßig PETZEN - in Form von Fahranfängern, die mit den überschaubaren technischen Herausforderungen der Strecke überfordert schienen. Insbesondere die Treppenabfahrt (des Grauens) hat es ihnen angetan, um hier vor dem Einstieg das Überholverbot in höchstem Maße ausnutzend die Geduld der hinter ihnen Schlange stehenden Fahrer auszureizen. So kam was kommen musste: Philip sah sich gezwungen die Initiative zu ergreifen und kurzerhand (mit besten Absichten) durch ein gutes Beispiel gebend die korrekte Fahrweise auf diesem fahrtechnischen Highlight der Strecke zu demonstrieren und so die vom Zaudern geplagte Fahrerin zu ermutigen, ihre Bedenken beiseite zu schieben. Allerdings blieb der gewünschte Erfolg aus und die offenbar lernresistente Konkurrentin beschwerte sich in der Wechselzone ausdrücklich… leider bei Olaf, der (so kennt man ihn) überhaupt nicht bereit war die Lorbeeren, die Philip für seinen Technikunterricht gebühren, anzunehmen. Eine anschließende Investigation der Sachlage im Rennbüro ergab dann eine Runde Strafabzug, denn: Überholverbot ist Überholverbot ist Überholverbot… und die Regeln sind die Regeln sind die Regeln… und überhaupt!


Aber zurück zum eigentlichen Rennen: Die klimatischen Bedingungen der letzten Wochen haben den gesamten Rennparcours derart ausgedörrt, so dass es eine Staubschlacht von für mich bisher unbekannten Ausmaßen gab. Das Zeug saß bereits nach einer halben Runde einfach überall und einige Fahrer begegneten dem mit zum Teil überraschenden Gegenmaßnahmen. So habe ich mehrere Fahrer mit Skibrille gesehen, einige mit Halstüchern über Mund und Nase und es gab auch die ein oder andere Staubschutzmaske aus dem Baumarkt.


So zog dann der erste Tag an uns vorbei und die Nacht ins Land, eigentlich alles ohne besondere Vorkommnisse. Erwähnenswert ist allerdings die Euphorie, mit der Olli die Wiederaufnahme von Rennaktivitäten in seinen Terminkalender begrüßt hat. Endorphin ist wohl tatsächlich eine hochwirksame körpereigene Droge. Aber nicht nur Olli, sondern wir alle hatten unseren Spaß, sowohl am Fahren, als auch am sozialen Miteinander zwischen den Einsätzen und das war ja auch das Ziel der ganzen Aktion.


Im Laufe des Sonntag Vormittags, ließ dann naturgemäß die Motivation langsam nach und alle freuten sich auf den Zieleinlauf, der von Olaf erstklassig umgesetzt wurde.


Ergebnis war dann ein respektabler 11. Platz von 62 verbliebenen männlichen 8er Teams und unter Berücksichtigung der Zielsetzung ist das mehr als ich erwartet habe.

Zur Statistik: 79 (-1) Rennrunden, schnellste Runde 15:46 (von Philip), durchschnittliche Rundenzeit 18:02


Fazit: Es war spät im Jahr dieses erste Rennen, aber hat einen ordentlichen Beitrag zur Motivation geliefert. Das nächste ist seit gestern gebucht und es wird der Endurothon in Schierke (ick freu ma so :)


Vokkar

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v.l.n.r.: Vokkar, Siggi, Robert, Olaf, Olli, Lukas, Philip

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Erstellt von Bornekamp Racingteam