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RTF Einbeck am 17.06.2018

Oder: ist ja kein Rennen so‘ne RTF


…und mit dem Alternativtitel sind wir dann auch schon bei der größten Fehleinschätzung des Tages. Obwohl die Anreise mit Siggi und Lukas und der Anmeldevorgang maximal entspannt verliefen, ging’s nach der Abfahrt und Verlassen der Stadtgrenzen von Einbeck mit einem Kilometerschnitt von rund 40 km/h nicht besonders gelassen zu. Immerhin: Die Spitze des Feldes hat schön rotiert und das Streckenprofil war noch weitestgehend flach.


Leider ergab sich dann durch die Wechsel an der Spitze, dass ich auch irgendwann dran war und da will man sich natürlich nicht lumpen lassen. So hab ich’s halt auch mal krachen lassen (innerhalb meiner eingeschränkten Möglichkeiten versteht sich). Anmerkung: Puls 160 is bei nem alten Mann auch nicht mehr GA2. Also hab ich mich nach ein paar Minuten planmäßig wieder hinten im Feld eingereiht.


Leider ging’s dann los mit dem welligen Streckenprofil und das gesamte Feld brach auseinander. Der geneigte Leser erkennt hier sehr richtig: Scheißposition jetzt hinten im Feld. Also wieder die Beine in die Hand genommen und versuchen wenigstens in eine vielversprechende Gruppe zu kommen (Dass ich nicht weiter in der Spitze mitfahren kann war zu diesem Zeitpunkt ohnehin bereits mehr als klar). Unglücklicherweise hab ich’s aber auch nicht mehr bis zu nächsten Gruppe geschafft, so dass ich mich bereits nach 15 km und knapp 30 Minuten Fahrt alleine mit Puls an der Schwelle in einer verlorenen Verfolgungsjagd wiedergefunden habe.


Kurz nachgedacht, genau: So geht das keine weiteren 140 km gut. Also hab ich mich drauf besonnen, dass es ja nun wirklich kein Rennen ist und hab mich von der Folgegruppe einfangen lassen, um wenigstens halbwegs eine Perspektive für den Abschluss der großen Runde von 155 km zu haben.


Mit diesen Kollegen ging’s dann relativ entspannt weiter bis hinter Northeim, dort kamen dann Spätstarter von hinten angesaust, die einen vielversprechenden Windschatten boten. Also hab ich kurzentschlossen die Gruppe gewechselt und bin wieder an meiner persönlichen Leistungsgrenze jetzt aber deutlich schneller durchs heimatliche Weserbergland Richtung Uslar gerollt. Hier gab’s dann den für mich ersten Verpflegungshalt und eine Wiedervereinigung mit dem zuvor enteilten Siggi.


Nach ausreichend Aufnahme von Rosinenbrotmarmeladenschnittchen und Bananen haben wir uns dann gemeinsam auf die Weiterfahrt gemacht und nach dem ersten Ampelhalt in Uslar waren wir schon zu viert. Leider hat diese Gruppe nur sehr eingeschränkt im Wind „funktioniert“, so dass der überwiegende Anteil der Führungsarbeit bei Siggi und mir blieb. Das war weniger schön, aber immerhin kamen wir gut voran Richtung Holzminden. Hier bogen die zwei Kollegen zur Verpflegung ab, also ging’s zu zweit durchs Rumohrtal und über die große Blöße Richtung Dassel. Dort gab’s nochmal Rosinenbrotmarmeladenschnittchen und dann kamen die letzten Kilometer nach Einbeck mit ordentlich Rückenwind. Sehr erfreulich diese Windrichtung besonders zum Ende einer Tour hin.


In Einbeck angekommen konnten wir dann den Lukas auch wieder begrüßen, der natürlich zusammen mit der Spitzengruppe schon lange auf uns warten durfte.


Fazit: Schöne Sache so eine RTF, eigentlich wenig Stress und die sportliche Herausforderung kann man ganz flexibel selber gestalten (is ja kein Rennen ;).


Vokkar

 

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MTB CC-Rennen Dassel, 13.5.2019 oder wie der Adler einen Abflug machte


Am Sonntag stand wieder eines meiner Lieblingsrennen auf dem Programm, mein erstes dieses Jahr, liegt mein Fokus doch auf den anstehenden Umzug nach Singapur. Bei bestem Wetter und staubtrockenen Trails ging es leider alleine zum Warmfahren. Siggi hat sich bei zu viel Airtime das Schultereckgelenk gesprengt (gute Besserung), Volker war nach einer Woche Männertour noch auf der Suche nach betäubender Gesäßcreme und Olaf musste aus familiären Gründen passen - komisches Gefühl.

Das Event war deutlich besser besucht als letztes Jahr, MTB Rennen sind doch nicht tot ;-). Los ging's nach der obligatorischen Stadionrunde auf die 28 km Runde. Ich konnte mich relativ schnell nach vorne arbeiten und fügte mich in eine schnelle 3er Gruppe ein. Im langen Trail Richtung Sportplatz passierte es dann - ich hatte meinen ersten Kettenabwurf mit der Eagle, laut Hersteller eigentlich nicht machbar. Ich hatte bei hohem Tempo bei Überquerung des Wegs geschaltet und schwupp war sie unten. Die Gruppe und 2 weitere Fahrer musste ich erstmal ziehen lassen, aber weiter gings und schnell hatte ich 2 wieder einkassiert, Ortskenntnis ist immer von Vorteil.

Runde 2 begann ich mit einem Mitstreiter aus dem Harz. Bis zum Ziel beackerten wir uns, bis ihm das Schaltwerk einen Strich durch die Rechnung machte und ich schließlich über 3 Minuten schneller als im Vorjahr als 4. AK und 18. gesamt zufrieden ankam. Zwar Holzmedaille aber absolut zufriedenstellend für mich.


Dirk

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Warm-Up Marathon Hellental

am 8.4.2018


oder: besser spät als nie



Wer freut sich nicht nach dem Winter wieder draussen fahren zu können. 
So ist der Name Warm-Up hier Programm. 
Das erste Rennen der Saison. Endlich!
Noch Ende März konnte man sich nicht vorstellen das neben den ganzen Sturmschäden im Solling und dem Tiefschnee nur gut 14 Tage später hier ein Rennen stattfinden würde. Aber die Jungs vom DDMC haben es mal wieder geschafft eine abwechslungsreiche, gut präparierte Strecke anzubieten. Umgestürzte Bäume wurden, dort wo sie nicht weggeräumt werden konnten, geschickt in den Kurs mit einbezogen, so dass diese eher eine Bereicherung als ein Ärgernis waren. Toll gemacht, besonders der Abschnitt oberhalb der Lönsbuche wo Teile der Dasseler Strecke in umgekehrter Richtung zu befahren waren. 

Das Schöne am ersten Rennen ist aber nicht nur das Rennen selbst, sondern auch Freunde, Bekannte und Mitstreiter nach längerer Zeit wiederzusehen.
So musste ich dieses Jahr viele Fragen nach Volker beantworten. War doch den meisten nicht verborgen geblieben das Vielfahrer Volker seit Monaten auf Strava nicht in Erscheinung getreten war.
Der Grund war eine unumgänglich gewordene Hüft-OP, als Spätfolge eines Jahre zurückliegenden Sturzes.(Was auch sonst!)

Die Gerüchte es handelt sich dabei um eine ultraleichte Carbonhüfte von AX Lightness kann ich nicht bestätigen.

Wie ich von Volker K. hörte, ist aber eine neue Hüfte nicht unbedingt ein Handicap.
Er hatte ebenfalls vor Jahren einen ähnlichen Eingriff über sich ergehen lassen müssen, und war danach schneller als zuvor!
Also macht euch auf was gefasst wenn der "Vokkar" wieder angreift!
Man munkelt er trainiert schon wieder!

Ähnlich zerrupft wie der Solling stellt sich leider aktuell auch unser Team dar.
Olli D. der Leistungsträger der letzten Jahre schlechthin, immer noch im sportlichen Sabbatical. Dirk auf sportlichen Abwegen in Südafrika (siehe Blog). Olli Enn beruflich verhindert und Volker wie schon beschrieben rekonvaleszent.

Da blieben nur noch Olaf und ich übrig das BRT zu vertreten.
Das Rennen selbst lief für mich nicht so gut, was aber nicht an der Strecke lag.
Irgendwie fehlte mir an dem Tag die richtige Energie und auch Konzentration.

Ob es an dem wenigen Training im Gelände lag? War ich doch diesen Winter fast nur Rennrad auf der Strasse gefahren. Es rollte gefühlsmässig überhaupt nicht und kostete enorm viel Kraft schon in der ersten Runde.
Es fühlte sich für den Aufwand und die Herzfrequenz extrem langsam an, wie konnte das bloß sein.
Tage später stellte ich fest, dass die erste Runde doch genau in meinem Zielfenster gelegen hatte.
Das war mir im Rennen so gar nicht bewusst, weil ich, warum auch immer, überhaupt nicht auf die Zeit geschaut hatte. Offensichtlich war ich irgendwie neben der Spur.

Hätten die Teamkollegen und Freunde Volker, Lukas, Henri, Marion und Inga mich nicht frenetisch die Wiese hochgepeitscht, wäre ich nach der ersten Runde wahrscheinlich abgestiegen.
Vielen dank für Eure Unterstützung, hat mir echt geholfen!
So konnte ich mir das natürlich nicht erlauben und hab dann die zweite Runde neu motiviert unter die Räder genommen.
So motiviert, dass ich gleich mal oberhalb von Hellental zu schnell unter einer Streckenbegrenzung durchgefahren bin! Das war einfach offensichtlich nicht mein Tag!

Womit eigentlich auch schon alles erzählt ist und wir wieder beim Anfang wären.
  
Also besser spät als nie, und aufgeben ist keine Option!

Nach dem Rennen haben wir noch mit Gundi, Marion, Inga und Olaf bei Kaffe und Kuchen im Zielbereich zusammen gesessen und den Nachmittag ausklingen lassen.

Die Platzierung bei mir war Platz 10 AK  über die 68km
Bei Olaf war es Platz 3 AK? über die 34km

Siggi


  


Erstellt von Bornekamp Racingteam