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EuroEyes Cyclassics am 20.08.2017

Scheisstitel, beeindruckende Veranstaltung!   


Weil ich mal eine flotte Stadtrunfahrt machen wollte - ohne Astra und Fischbrötchen (jedenfalls vorher) bin ich mit Mike O. und Schwager Stiefel nach Hamburg aufgebrochen. 25.08.2017 - 20.000 Rennradler auf drei Strecken, super Wetter (war NICHT zu erwarten) und eine - für's Landei - grandiose Kulisse!    


Es ging aus Hamburg City über die Köhlbrandbrücke rund um Hamburg - 120KM in flotten Gruppen. Leide wurde ich von meinen Mitfahrern bei bei KM 80 getrennt und hatte schwere Probleme mich am Deich gegen den Wind zu behaupten - ohne Gruppe. Irgendwie hatte ich den Anschluss verloren und alle auf die ich auffuhr waren langsam(er). Tja, Zähne zusammenbeissen und durch.    


Fulminantes Finish auf der Mönkebergstrasse, tausende von Zuschauern, Riesen Alarm - so was hatte ich noch nicht gesehen! Aber dann die Kollegen nicht gefunden - kein Wunder, kamen etwas später rein. Für uns Drei und bestimmt alle Anderen ein TOLLES Erlebnis, top organisiert, sehr spassig und nicht langsam.    


Am Ende war ich 1.382ster von 6.234 Männern auf der 120er mit 3:26h und 36,7er Schnitt. 10 Minuten nach Ankunft gab es einen kapitalen Platzregen - Glück gehabt!    


Hat riesig Spass gemacht - befürchte, bin im kommenden Jahr wieder dabei. Und Ihr??


Olli Enn

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Rad am Ring 75KM oder Berge, Berge und noch mehr Berge


Soviel vorweg: Seit der Tour D-Energie im April habe ich bewusst eine so große Rennpause eingelegt, um mich komplett auf meine Weiterentwicklung konzentrieren zu können. Dies hat laut dem Feedback der Vereinskollegen auch ganz gut geklappt. Da das Rennen auf das Ende der Sommerferien angesetzt war, konnte ich die ersten 4 Wochen der Ferien auch nochmal intensiv nutzen, um mich vorzubereiten. Nochmal ein großes Dankeschön an Siggi, der mich dabei so gut wie immer unterstützt hat. Dank dieser Trainingsphase fühlte ich mich auf jeden Fall für den Ring gerüstet.


Der Freitag: Bereits am Freitag hieß es für meine Eltern und mich ´auf, auf in die Pfalz´, da wir uns bereits bei der Anmeldung einen Platz in einer Pension direkt an Strecke buchten. Stressfrei war es so aufjeden Fall! Am Freitagabend konnten wir dann auch direkt meine Startunterlagen abholen, auch Siggi und Volker statteten wir noch einen Besuch ab, und ließen uns dann direkt eine kleine Führung über die Strecke geben.


Nach dem Aufstehen stand ein ausgiebiges Frühstück auf dem Programm (vielleicht sogar zu ausgiebig), danach ging es zur Strecke und gemeinsam nach vielen Glückwünschen mit den BRT´lern nach dem Warmfahren zur Startaufstellung.


Das Ziel: Rundenzeiten von ca. 50-55 Minuten zu fahren und in den Top 150 zu landen.


Das Renngeschehen: Da ich bereits sehr früh im Startblock stand, ergatterte ich auch direkt einen Platz in der dritten Reihe. Nach dem Start setzte sich bereits eine Gruppe von ca. 100 – 150 Fahrern ab. Da das Tempo allerdings so hoch war, dass ich direkt wusste, dass ich dieses noch nicht mal eine Runde durchhalten würde, ließ ich abreißen und fuhr nun in einer Gruppe aus ca. 10 Fahrern mit. Dort fuhr auch Martin der Hcc mit, mit dem ich die restlichen 70 KM des Rennens zusammen fuhr. Viel mehr zu sagen gibt es nicht, außer ,dass wir immer von Gruppe zu Gruppe sprangen und uns so Platz um Platz nach vorne kämpften.


Runde 1: 45 min                                                                                                                       Runde 2: 47 min                                                                                                              Runde 3: 50 min                                                                                                          

In meinem Augen ziemlich gute Zeiten, wenn man bedenkt, dass ich erst seit 7 Monaten strukturiert trainiere.


Ich checkte nach dem Ziel sofort die Ergebnisse: Altersklasse? Platz 1. Gesamt? Platz 95/622. Juhu Top 100 und Altersklassensieg. So kann es weitergehen. Mal sehen wohin der Wind mich zukünftig zieht.


Nochmals Danke an das BRT für die bisher wirklich riesige Unterstützung!!!


Lukas

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24h-Rennen Einzelstarter oder "Die Entdeckung der Langsamkeit
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Rad am Ring 24h-Rennen Rennrad am 29.+30. Juli 2017


Oder: Das ganze Leben im Schnelldurchlauf.


Am vergangenen Wochenende war es wieder soweit: Ich durfte die Suppe auslöffeln, die mir die winterliche Laktatunterversorgung eingebrockt hatte. Hört sich ja auch toll an, ein Radrennen auf einer der berühmtesten Rennstrecken der Welt, Streckenabschnitte mit klingenden Namen wie Fuchsröhre, Kesselchen, Bergwerk, Schwalbenschwanz, …, Jeder Meter ein Stück Motorsportgeschichte. Und das für ein ganzes Wochenende als Radfahrer zur freien Verfügung zu haben: Herrlich! Besonders wenn man im Winter im Sessel sitzt und die unterforderte Muskulatur nach Bewegung lechzt.


Ok, als Wiederholungstäter kann ich mich nicht mehr damit herausreden, nicht gewusst zu haben, was mich erwartet. Aber die Erinnerung ist doch eher selektiv und da stimmt der inoffizielle Leitspruch der Veranstaltung „Pain is temporary, glory forever“ schon irgendwie.


Es war am Samstag jedenfalls angerichtet, das Radsport-Buffet unter dem Motto „all you can ride“. Mit angetreten waren der Siggi und im 75km Kidsrace auch der Lukas und wir waren bereit die Herausforderung der Pedalvöllerei anzunehmen.


Die letzten Wochen waren dann der Vorbereitung gewidmet, so dass wir am Freitag mit einer nahezu kindlichen Erwartungsvorfreude am Ring eingelaufen sind. Die Nacht verlief soweit unspektakulär, nur ein inoffizielles Hubsteigerwettrennen auf der Start- und Zielgeraden verhinderte erfolgreich in den notwendigen Schlaf zu finden. Keine Ahnung was das sollte, aber am Ring gibt es für mich mehrere ungelöste Rätsel. Wer malt zum Beispiel die ganzen männlichen primären Geschlechtsmerkmale auf den historischen Rennasphalt (die Älteren unter uns erinnern sich an den Rennbericht aus 2016).


Nachdem wir dann also die Nacht beendet hatten und das Frühstück im Verdauungstrack sicher deponiert, ging es an so eine Art Warmfahren. Was für eine schöne Idee: Warmfahren für ein 24h Rennen… aber Lukas war ja für den Sprint gemeldet. Den haben wir dann rechtzeitig in seine Startaufstellung verabschiedet (sein Bericht folgt bestimmt noch) und uns anschließend selber in unseren Startblock gestellt. Pünktlich um 12:22 ging’s dann in die Rennphase über und um im Bild zu bleiben mithin die Halbstarkenzeit unserer kleinen Wochenendwelt: Sehr nervöse erste Runde, mit Gedrängel, übermotivierten Überholvorgängen und ausgefahrenen Ellenbogen. OK, der ein oder andere gewinnt das Rennen evtl. in der ersten Runde, ich zwar nicht, aber auch ich war gemessen an den Pulsbereichen viel zu schnell unterwegs. Das macht aber auch Spaß mit Beinen, die voll im Saft stehen, das Gerät über die Piste zu jagen. Und dann war da ja auch noch Siggi und bekanntlich motiviert ja nichts mehr, als das das eigene Teamtrikot von hinten zu sehen. Schlecht ist dann nur wenn dieses pubertäre Verhalten dazu führt, dass sich bereits nach 3,5 Runden die ersten Krämpfe ankündigen. Und dann kam auch noch ein Platten dazu. Immerhin hab ich es noch bis zum BRT-Mobil geschafft und beim Schlauchwechsel hatte ich dann Gelegenheit die Strategie nochmal zu überdenken mit dem Ergebnis, dass die erwähnten Trainingskilometer der letzten Wochen und Monate wohl vielleicht doch nicht ganz gereicht haben, um die gesamte Distanz im Vollgasmodus abzuspulen.


Derart gereift und mit deutlich erwachsenerem Verhalten ging’s zurück auf die Strecke. Das war jetzt so ein wenig wie alltägliches Arbeitsleben: Eine gefühlt endlose Tretmühle. Es waren ja auch erst ca. 4 Stunden geschafft, lagen also noch 20 vor mir, … und allen anderen. Immerhin: So ein Arbeitsleben würde mir schon gefallen: Erst radfahren, dann essen, dann wieder radfahren und essen und radfahren und essen und dann von vorne…

Schade nur, dass man dabei dann auch gefühlt und im übertragenen Sinn in Zeitraffer altert: Ist man bei Sonnenuntergang sozusagen noch in der Blüte seiner Jahre sieht es bei Sonnenaufgang schon ganz anders aus: Man merkt langsam aber SEHR deutlich, dass die ganze Veranstaltung endlich ist (und ist auch schon ganz froh darüber). Ich habe mir dann eine kurze Auszeit von ca. 45 Minuten genommen (so ähnlich wie Altersteilzeit ;), um dann für die letzten Runden nochmal etwas mehr Gas zu geben. Das hat am Anfang auch ganz gut geklappt, allerdings war der Plan ja, das Ergebnis vom letzten Jahr zu toppen und so kam trotz der Renndauer doch noch so etwas Ähnliches wie Torschlusspanik auf. Das lag aber im Wesentlichen daran, dass ich mich um eine Stunde verkalkuliert hatte. Dennoch wurden die letzten beiden Runden schon eher zäh und ich konnte den Ruhestand kaum noch erwarten. Im Ergebnis sind es dann 19 Runden geworden und weil ich danach noch unbedingt die 500 km voll machen wollte, hab ich sogar noch ‘nen Nachschlag auf der vollen Grand-Prix-Strecke genommen.


Auf diese Weise maximal belastet haben wir nur noch schnell abgerödelt und sind zurück in die Heimat gefahren. Nun ist unser Leben natürlich noch nicht zu ende, aber aktuell fühle ich mich wie 90.


Ergebnisse:

Lukas: 1. AK (mit Abstand!) (Gesamt 95./622)
Vokkar: 13. AK, 19 Runden (Gesamt 42./553)
Siggi: 30. AK, 16 Runden (Gesamt 91./553)


Fazit: Ich bin müde!

 

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19. Allersheimer MTB-Cup  2.Juli 


Am letzten Sonntag ging's zum Heimrennen nach Neuhaus im Solling.
Dieses Jahr wollte ich mal die Herausforderung über 98km und 2400hm annehmen. Und da bekanntlich eine gute Vorbereitung die halbe Miete ist, habe ich die Strecke in voller Länge an den letzten Wochenenden schon mal abgefahren. So konnte ich das für mich passende Tempo und den entsprechenden Pulsbereich für die angepeilte Zielzeit abschätzen. 
Von den 187 Teilnehmern die sich auch vom schlechten Wetter nicht abhalten ließen, wagten sich allerdings nur 15 an die Langstrecke! Die Startaufstellung war entsprechend überschaubar. Von den üblichen Verdächtigen waren nur Lars Messerschmidt, Frank Eggert und Dirk Lange am Start.
Die restlichen Teilnehmer waren überwiegend Lizenzfahrer von außerhalb. 
Das Dirk L. der Langstreckenspezialist am Start war motivierte mich zusätzlich, erinnerte ich mich doch an den grandiosen Kampf den sich Volker 2015 in Schierke mit ihm geliefert hatte! Trotz abruptem Startschuss,(der Sprecher hatte den Start verpennt) ging es relativ gemütlich die Eichenallee hoch. 
Lars und 4-5 andere Fahrer zogen sogleich etwas davon. Der Rest fuhr als "Hauptfeld" die erste Steigung hoch. Das "Salatbauchvieh" Frank keuchte hinter mir schon bedenklich, obwohl das Tempo noch sehr moderat war. Das klang nicht so als wenn er heute vor mir sein würde. Was war mit Dirk? Er fuhr direkt vor mir, sah aber auch nicht so locker aus. Ich überlegte welche Taktik gegen ihn wohl die beste sein könnte? Und entschloss mich wie im Training, genau in den trainierten Bereichen zu fahren und den Rennverlauf erst mal abzuwarten.

Der erste Trail war durch den starken Regen der letzten Tage schon ziemlich weich und rutschig, so schlitterten wir mehr oder weniger hinunter. Immerhin aber Sturzfrei. 
Jetzt waren nur noch Dirk und ich zusammen, Frank und die anderen hatten wir schon mal abgehängt. Dirk bot an zusammenzuarbeiten und forderte mich auf vorn zu fahren, was ich auch sofort tat. Was war das denn? Wollte er so verhindern das ich wegfuhr? Ich grübelte noch über seine Absichten, dann kam der nächste Trail. Dort fuhren wir am Ende auf zwei vor uns liegende Fahrer auf. Dirk nutzte sogleich die Chance, überholte und zog sofort auf gut 200m davon. 
Aha, so sieht das also aus! Ich blieb ruhig, fuhr mein Tempo weiter. Vom Training wusste ich, das der nun folgende Schlammweg richtig tief und kräftezehrend sein würde. Hier konnte er mir nicht wegfahren, so frisch hatte er an den Steigungen nicht ausgesehen. So fuhr ich die Lücke ohne Mehraufwand bis ans Ende des Weges zu ihm und den anderen zwei Fahrern locker wieder zu. 
Den anschließenden Kammweg nutzte ich dann bevor sich die anderen erholen konnten, für eine richtig fiese Tempoverschärfung um die Gruppe zu sprengen. Auf der folgenden Abfahrt nach Steinborn konnte ich einen schönen Vorsprung herausfahren, von den Verfolgern war erst mal keiner mehr zu sehen. Jetzt aber bloß nicht überziehen, und so versuchte ich auf den folgenden Streckenabschnitten den Puls wieder niedrig zu halten. Zum Mühlberg hoch sah ich Dirk noch einmal gut 500m hinter mir. Ich zog das Tempo etwas an um zu sehen wie er reagieren würde. Der Vorsprung würde sofort größer! Fuhr ich etwa zu schnell für zwei Runden? Vielleicht teilte Dirk der alte Fuchs sich das einfach besser ein? Ich wurde etwas vorsichtiger, obwohl ich nur geringfügig über den im Training gefahren Pulswerten lag. Normal müsste das nach den Trainingserfahrungen für zwei gute Runden reichen.

Also konzentrierte ich mich auf mich, versuchte locker und kraftsparend zu fahren. Sollingturm, Ital, Steinborn dann Tal der Tränen. Immer wenn ich mich umdrehte kein Fahrer in Sicht! So langsam kam ich zu der Erkenntnis das ich ihn, wenn ich nicht einbrechen würde, heute schlagen würde. Also konzentriert bleiben, trinken nicht vergessen! So ging es frisch und motiviert in die zweite Runde. Im Training war das mental immer der schwierigste Moment, noch mal die Eichenallee hoch zu fahren. Heute nicht, purer Genuss! Ich musste mich sogar etwas zurücknehmen weil ich zu euphorisch am "Gashahn" drehte. Nicht doch noch überziehen und am Ende eingehen, dachte ich! So verging die zweite Runde ohne nennenswerte Ereignisse.
In den, nur noch aus Schlamm bestehenden Trails waren jetzt noch mehr Steuerkünste und Traktion gefragt. Aber alles ohne Probleme gemeistert. An der Verpflegung im Ital hörte ich dann das angeblich erst 4 Langstreckler durchgekommen waren? Konnte das sein? Das hieß dann ja wohl das ein Platz auf dem Treppchen möglich sein müsste, wenn ich keinen mehr vorbei lassen würde!
Als dann der Regen etwa 10km vorm Ziel heftiger wurde, habe ich noch mal alles rausgehauen um der Kälte auch besser zu trotzen. Im Ziel hörte ich dann das ich tatsächlich gesamt 5. und in der Altersklasse 3. geworden war. Wow, das hätte ich bei den Bedingungen nicht gedacht!
Und dann noch Dirk L. geschlagen, auf der Langstrecke! Das war das I-Tüppfelchen heute!

Olli Enns Family-Team holte die Mannschaftswertung der Kurzstrecke! 
Olaf trotz Rennteilnahme am Vortag, Platz 2 Ak über die Mittelstrecke!

Also alle BRT' ler auf dem Treppchen! Toller Tag bei Mistwetter!

Bis dann Siggi




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RTF Oberharzer Adlerrunde vom RSV Adler-Goslar 1981 am 17.06.2017


Um die (für mich) lange Pause zwischen den Rennen (Dassel am 21.05. und Rad am Ring Ende Juli) etwas aufzulockern und auch mal während der Saison ein schönes Team-Event zu haben entschlossen Lukas und ich uns recht langfristig mal eine RTF unter die schmalen Reifen zu nehmen.

Ganz dem jugendlichen Leichtsinn (Lukas) und der im fortgeschrittenen Alter aufkommenden Selbstüberschätzung (ich) anheimgefallen traf unser Wahl auf die Oberharzer Adlerrunde kreuz und quer durch und über den Harz.

Kurzfristig zu uns gesellt hat sich dann noch der Olli aus Dortmund und so sind wir zu dritt und erwartungsfroh gestern Richtung höchstes Mittelgebirge in Norddeutschland aufgebrochen.

Schon während der Anfahrt waren wir ganz angetan von der Stressfreiheit der Anreise und des vor uns liegenden Tages. Eine Fehleinschätzung, wie sich noch herausstellen sollte.

In Goslar am Schulzentrum "Goldene Aue" angekommen, wurde dann jedenfalls zunächst maximal relaxed aufgerödelt und anschließend die Anmeldung vollzogen. 10€ für einen Tag im Namen des Zweirades, ohne Voranmeldung, bei im Höchstmaß kompetenter Organisation sind definitiv ein erwähnenswertes Detail, das bisher von noch keiner öffentlichen Veranstaltung unterboten wurde. Da setzen die Nordharzer jedenfalls schonmal einen erfreulichen Standard!

RTF heißt: Kein Rennen (haha) aber auf jeden Fall: Keine Zeitnahme. Also haben wir das Feld pünktlich um 8 losziehen lassen und uns in aller Ruhe die Startnummern am Leibchen angesteckt. Kurz darauf ging es dann los auf die geplante mittlere Runde mit 165km und 3.200 Höhenmetern.

Von Goslar zunächst rauf zur Okertalsperre und dann weiter durch die wunderbare Landschaft und über top Nebenstraßen Richtung Altenau zur ersten Verpflegung. Hier wurde dann schonmal klar, was uns den Rest des Tages erwarten würde: Super Strecken, ordentlich Höhenmeter (ok, keine Überraschung) und top Versorgung.

Gut gestärkt und völlig ohne Zeitdruck ging's weiter Richtung Osterrode, diesmal dann auch mal bergab. Typisch für solche Veranstaltungen auf Rennrädern und ohne Zeitnahme ist, dass sich meist recht schnell gut funktionierende Gruppen finden, die im Wind zusammenarbeiten (Erfahrungen beruhen ausschließlich aus der großen Weserrunde).

In Sieber ging's dann in die zweite Verpflegung und das Bild von der ersten schien sich zu bestätigen, alles wieder top! Hier am Südrand des Harzes war dann aber auch eines klar: Jetzt geht's erstmal wieder rauf, und zwar Richtung Sankt Andreasberg, dann über den Hauptkamm und weiter nach Clausthal-Zellerfeld. Bei der dortigen Verpfleung hab ich dann blöderweise mein Rad aufs äußerste dämlich im Wind abgestellt, so dass ich nach Aufnahme von 1A Käse- und Wurst-Kniften leider feststellen musste, dass der Rahmen unangenehme Bekanntschaft mit einem Betonquarder gemacht hat. Ich bin wohl einfach ein schlechter Radabsteller und eines Pinarello nicht würdig :((

Danach ging's dann weiter Richtung Bad Grund und Seesen und langsam zeigte sich, dass die Strecke mit ihrem auf und ab sowie der stetige Wind ihren Tribut verlangten und Olli und Lukas verbrachten eine lustige Zeit gemütlich an meinem Hinterrad. Ist natürlich gut fürs Ego sowas, leider hab ich vor lauter Freude über die guten Beine verdrängt, dass da ja noch ein Berg vor uns lag und so kam, was kommen musste: Die Beiden haben mich ordentlich abgekocht und einfach stehen gelassen. Beeindruckend und durchaus erwähnenswert ist allerdings, dass Lukas bis dahin (und auch für den Rest der Runde) jede (in Worten: Jede!) Bergwertung für sich entschieden hat. Das ist mit gerade einmal 15 Jahren und nach 150km durchaus eine super Leistung. Ich hab echt auch mal was versucht, z.B. in Sankt Andreasberg, aber er hatte immer noch einen Pfeil mehr im Köcher. Beeindruckend! Haben wir hier, nach Maxe, das nächste Talent im Team? Sieht ganz danach aus.

Schön war dann aber zum Abschluss, dass es die letzen 10 km bis Goslar ausschließlich bergab ging. Und wer in der Schule in Physik aufgepasst hat weiß: Bergab ist der Hangabtrieb der Freund der Dicken und so hat mir jedes Kilo geholfen die teaminterne Wertung für mich zu entscheiden (Soviel also zum einleitenden Satz "Ist ja kein Rennen so eine RTF").

Bleibt als Fazit zu vermerken: Es war ein wunderschöner Tag im Namen des Herrn und wir hatten jede Menge Spaß bei spitzen Bedingungen und einer super schönen Veranstaltung. Nächstes Jahr gerne wieder!

Vokkar
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Erstellt von Bornekamp Racingteam